Russland

Russisches Gericht verhängt Strafe für homophoben Kommentar: 5.000 Rubel wegen "Anstiftung zum Hass"

Ein Gericht im Ural hat eine Geldstrafe von 5.000 Rubel gegen einen Einwohner verhängt, der einen Kommentar in den sozialen Netzwerken hinterlassen hat, der als homophob einzustufen sei und zu "Hass und Feindschaft" anrege. Selbsternannte Russlandkenner dürften überrascht sein.
Russisches Gericht verhängt Strafe für homophoben Kommentar: 5.000 Rubel wegen "Anstiftung zum Hass"Quelle: AFP

Während selbsternannte Russlandkenner wie Timothy Snyder gern behaupten, alle Russen würden einer Kollektiv-Panik vor einer weltweiten homosexuellen Verschwörung erliegen, ergeben aktuelle Umfragen des Levada Centers, dass die Unterstützung einer Gleichberechtigung für die sogenannte LGTB-Community derzeit auf dem höchsten Stand seit 14 Jahren in Russland liegt. 

Ein Kommentar, den das Bezirksgericht in Syssert als homophob einstufte, hat jetzt handfeste Folgen für den Verfasser: Er muss eine Geldstrafe von 5.000 Rubel (umgerechnet knapp 70 Euro) zahlen, da das Gericht nach einer sprachlichen Auswertung zu dem Ergebnis gekommen ist, dass der Einwohner mit dem Kommentar laut Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten "zu Hass und Feindschaft sowie Erniedrigung der Menschenwürde" anstiftet.

Wie die Nachrichtenagentur Ria Novosti mitteilte, handelte es sich um einen Kommentar unter einem Video, in dem es um einen Malwettbewerb in einer Schule in Jekaterinburg ging, bei dem die Teilnehmer das Thema Toleranz aufgegriffen und auch Homosexuelle dargestellt hatten. Zuvor hatte die Polizei die Schule auf schwule Propaganda überprüft und keine Bestätigung dafür gefunden.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.