Russland

Ukraine beschießt Wohngebiet im russischen Belgorod: Mindestens vier Tote

In der Nacht zum Sonntag ist es zum bisher folgenschwersten ukrainischen Raketenangriff auf das russische Kerngebiet gekommen: In Belgorod kamen dabei mindestens vier Zivilisten ums Leben. Auch Städte im Donbass standen in der Nacht wieder unter ukrainischem Beschuss.
Ukraine beschießt Wohngebiet im russischen Belgorod: Mindestens vier ToteQuelle: Sputnik © RIA Nowosti

Das ukrainische Militär hat in der Nacht zum Sonntag die russische Bezirksstadt Belgorod mit Raketen beschossen. Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen die örtlichen Behörden von mindestens vier Toten aus. Die zuvor gemeldete Zahl von fünf Todesopfern wurde bislang offiziell nicht bestätigt, die örtlichen Behörden haben bislang vier Todesopfer offiziell bestätigt. Diese Zahl könnte aber noch steigen, da weitere Opfer in den Trümmern der Wohnhäuser vermutet werden. Zwei Zivilisten, darunter ein Kind gelten derzeit als vermisst.

Zahlreiche Personen wurden verletzt, mindestens vier werden in Krankenhäusern behandelt. 

Beschädigt wurden elf Wohnhochhäuser und 39 private Eigenheime. Mindestens fünf Einfamilienhäuser sind komplett zerstört. 

Nach derzeitigen Informationen erfolgte der Angriff mit mehreren Totschka-U-Raketen, die aus der Nähe von Charkow abgefeuert wurden. Eine Überwachungskamera hat mutmaßlich den Start von drei Raketen festgehalten. 

Die russische Luftabwehr war in der Nacht aktiv. Nach Angaben des Sprechers des russischen Verteidigungsministerium Generalleutnant Igor Konaschenkow konnten dabei alle drei bei Charkow abgefeuerten Totschka-U-Raketen abgefangen werden. Die Schäden in Belgorod sollen durch Raketentrümmer verursacht worden sein, was allerdings nicht die auf Videoaufnahmen sichtbare Explosion inmitten des Wohngebiets erklärt. 

Das russische Verteidigungsministerium hatte wiederholt angekündigt, es werde im Falle weiteren Beschusses des russischen Staatsgebiets ukrainische "Entscheidungszentren" ins Visier nehmen. Geschehen ist dies trotz fortdauernder ukrainischer Angriffe auf das Kerngebiet Russlands bislang nicht. 

Ebenfalls in der Nacht zum Sonntag soll die russische Luftabwehr laut Angaben des örtlichen Gouverneurs zwei ukrainische Drohnen abgeschossen haben, die im Anflug auf die russische Großstadt Kursk gewesen seien. Die ukrainische Raketenartillerie nahm in der Nacht und am frühen Sonntagmorgen auch mehrere Städte im Donbass unter Beschuss. Die Behörden in Donezk registrierten binnen der letzten 24 Stunden 29 Angriffe der ukrainischen Streitkräfte.

Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik mindestens 170 Geschosse abgefeuert. Das ukrainische Militär setzte Raketen vom Typ Grad und Uragan sowie 155-, 152-, 122- und 120-Millimeter-Geschosse ein. Insgesamt wurden zehn Wohngebiete unter Beschuss genommen. In der Ortschaft Jewgenowka kam eine 32-jährige Frau zu Schaden. In Jassinowataja und Panteleimonowka wurden fünf Häuser und zwei zivile Infrastrukturobjekte beschädigt.

Auch die von der russischen Armee kontrollierte Stadt Melitopol im Süden der Ukraine ist in der Nacht zum Sonntag von Dutzenden Explosionen erschüttert worden. Der Chef der militärisch-zivilen Verwaltung des Gebiets Saporoschje, Jewgeni Balizki, sprach von einem ukrainischen Angriff mit Mehrfachraketenwerfern. Dank des rechtzeitigen Einsatzes der russischen Flugabwehr seien dabei keine Wohngebiete getroffen worden. Die Geschosse seien auf dem Flughafen eingeschlagen. Hier soll es keine Opfer gegeben haben. Mehrere umliegende Häuser wurden jedoch in Mitleidenschaft gezogen. 

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