Russland

Bank von Russland erklärt Aufbewahrung ihrer Reserven im Ausland

Russlands Devisenreserven mussten im Ausland aufbewahrt werden, und es hätte nichts getan werden können, um das Einfrieren der US-Dollar- und Euro-Vermögenswerte des Landes zu vermeiden. Das erklärt die russische Zentralbank auf ihrer Website.
Bank von Russland erklärt Aufbewahrung ihrer Reserven im Ausland© Getty Images / tiero

Anfang dieses Monats wurde fast die Hälfte der russischen Devisenreserven im Wert von 300 Milliarden US-Dollar im Rahmen der Sanktionen beschlagnahmt, die die USA, die EU und ihre Verbündeten wegen Moskaus Militäroperation in der Ukraine verhängt hatten.

Gold- und Devisenreserven im Land zu behalten wäre so, als hätte man gar keine Reserven, da diese Vermögenswerte die Wirtschaft vor externen Krisen schützen, erklärte die Zentralbank Russlands.

Es gebe zwei Arten von Finanzkrisen: "Traditionelle", wie sie die Welt in den Jahren 2008, 2014 und 2020 erlebt habe, und geopolitische, mit der Moskau derzeit konfrontiert sei.

Bei einer traditionellen Krise würden die US-Dollar- und Euro-Reserven dem Land helfen, seine Schulden zu begleichen und den Handel aufrechtzuerhalten, weshalb nichts habe getan werden könne, um ein Einfrieren der Vermögenswerte zu verhindern. Weiter hieß es in der Erklärung:

"Bargeldlose Währungen sind immer auf Korrespondenzkonten bei ausländischen Banken verbucht und können daher eingefroren werden."

Während einer geopolitischen Krise benötige Russland alternative Vermögenswerte wie Gold und den chinesischen Yuan, die gegen westliche Sanktionen immun sind. Das Land habe diese Werte in den vergangenen Jahren angehäuft und machten jetzt fast die Hälfte seiner Währungsreserven aus, so die Zentralbank.

Dennoch setzt die Freigabe der russischen Yuan-Reserven Peking unter Druck, wie das russische Finanzministerium Anfang des Monats feststellte. Der Westen habe China unter Druck gesetzt, um den Zugang Russlands zu diesen Reserven zu beschränken. Das gesamte Gold des Landes werde jedoch im Inland aufbewahrt.

Nach Angaben des russischen Finanzministeriums verfügt Russland über Reserven in einem Wert von insgesamt etwa 640 Milliarden US-Dollar. Rund 300 Milliarden US-Dollar seien eingefroren worden. Moskau habe eine solche Entwicklung nicht vorhersehen können und das Einfrieren stelle im Grunde einen Diebstahl dar, betonte der russische Außenminister Sergei Lawrow vergangene Woche.

Nachdem seine US-Dollar- und Euro-Reserven eingefroren worden waren, ergriff Moskau Maßnahmen, die die Zentralbank als Vergeltungsmaßnahmen bezeichnete. Unter anderem wurde der Kapitalverkehr eingeschränkt, der Verkauf von Wertpapieren durch ausländische Investoren wurde verboten, ebenso wie der Abzug von Geldern aus dem russischen Finanzsystem. Im Wesentlichen, so die Zentralbank, hindere sie "unfreundliche Länder" daran, Gelder aus Russland in einer Höhe zu erhalten, die mit den eingefrorenen russischen Vermögenswerten vergleichbar sei.

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