Russland

Russischer Abgeordneter tötete 178 Vögel – nun lag er selbst tot in seinem Büro

Im Mai hat ein Mitglied der städtischen Duma im russischen Magadan, Alexander Kramarenko, ein Foto mit der Aufschrift "Tschukotka-2021" gepostet, auf dem getötete Vögel zu sehen sind – insgesamt 178 an der Zahl. Vor wenigen Tagen wurde er nun in seinem Büro tot aufgefunden.

Ein Abgeordneter der städtischen Duma von Magadan, Alexander Kramarenko, der auf einem Foto neben der aus toten Vögeln gefertigten Aufschrift "Tschukotka-2021" mit einem Gewehr posierte, ist tot in seinem Büro aufgefunden worden. Dies berichtete die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf die Abteilung des Ermittlungskomitees des Gebietes Magadan.

Nach Angaben der Agentur wurde die Leiche des Abgeordneten nach 22:00 Uhr Ortszeit (14:00 Uhr Moskauer Zeit) gefunden. Die Ermittler leiteten eine Untersuchung ein. Der Pressesprecher des Ermittlungskomitees sagte:

"Der Tatort wurde in der Nacht untersucht, mögliche Beobachter, Angehörige und Zeugen werden befragt. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung wurde angeordnet."

Die Ermittler prüften derzeit mehrere Versionen des Todes von Kramarenko, sagte der stellvertretende Leiter der regionalen Abteilung, Andrei Makarow. Zu diesen Versionen gehörten auch mögliche rechtswidrige Handlungen gegen den Verstorbenen. Die Möglichkeit des freiwilligen Ausscheidens aus dem Leben werde dabei aber ebenso wenig ausgeschlossen.

Im Juni war Material mit dem Bild eines Mannes mit Schrotflinte veröffentlicht worden, der vor einem Haufen toter Gänse, Kraniche, Enten und Entenküken posierte, deren Körper mit der Aufschrift "Tschukotka 2021" und einem Herz versehen waren. Die Journalisten zählten 178 tote Vögel auf dem Foto.

Das Bild kursierte bereits am 20. Mai in den sozialen Medien. Die regionale Staatsanwaltschaft wies das Innenministerium an, Ermittlungen wegen illegaler Jagd einzuleiten, aber der Mann auf dem Foto wurde nicht gefunden. Nach Angaben von Jägern vor Ort wurde das Bild am Rande des Naturschutzgebiets Awtatkuul, etwa 80 Kilometer von Anadyr entfernt, aufgenommen.

Später wurde berichtet, dass es sich bei dem Mann auf dem Foto um einen Abgeordneten der Partei "Einiges Russland" aus Magadan handele – Alexander Kramarenko. Kramarenko selbst erklärte daraufhin, er sei nicht auf dem Bild zu sehen und bezeichnete die Aufnahme als gephotoshopt. Später tauchten jedoch weitere Bilder auf, die bestätigten, dass es der Abgeordnete aus Magadan war, der an der Jagd teilgenommen hatte, wo es zu der Massenvernichtung von Vögeln gekommen war.

Die Ermittler leiteten daraufhin ein Strafverfahren wegen illegaler Jagd mit besonders großem Schaden ein. Am 19. Juni suspendierte die regionale Sektion von "Einiges Russland" schließlich Kramarenkos Parteimitgliedschaft.

Mehr zum Thema - Elch getötet: Duma-Abgeordneter Waleri Raschkin schildert Tathergang in Video

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team