Russland

Sacharowa: Medienberichte über Tod eines russischen Diplomaten in Berlin sind Verschwörungstheorien

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa hat scharfe Kritik an den Berichten in den deutschen Medien bezüglich des Todes eines russischen Diplomaten in Berlin geübt. Diese hätten Sacharowa zufolge nichts mit professionellem Journalismus zu tun.
Sacharowa: Medienberichte über Tod eines russischen Diplomaten in Berlin sind VerschwörungstheorienQuelle: Sputnik © Igor Sarembo

Das russische Außenministerium hat auf die Berichte in den deutschen Medien bezüglich des Todes eines russischen Diplomaten in Berlin reagiert. Maria Sacharowa, Sprecherin des Ministeriums, bezeichnete diese beim Briefing am Mittwoch als Verschwörungstheorien:

"Was all diese Lügen und wilden Verschwörungstheorien betrifft, die wir in den deutschen Medien gesehen haben, hatte man dieses Informationsgift offenbar im Voraus vorbereitet. Es muss einige Zeit in Anspruch genommen worden sein. Das hat nichts mit informativem, professionellem Journalismus zu tun."

Am 5. November hatte der Spiegel berichtet, dass auf dem Territorium der russischen Botschaft ein 35-jähriger Diplomat tot aufgefunden worden war. Der Mann habe Verbindungen zum russischen Nachrichtendienst FSB gehabt, behauptete der Spiegel unter Berufung auf Informationen der deutschen Sicherheitsbehörden. Außerdem nannte das Magazin das Geschehene einen "ungeklärten Todesfall": Der Mann sei "offenbar" aus einem oberen Stockwerk des russischen Botschaftskomplexes im Zentrum Berlins gestürzt.

Die russische Botschaft in Deutschland bestätigte daraufhin, dass sich der tragische Vorfall tatsächlich am 19. Oktober ereignet hatte. Alle Formalitäten im Zusammenhang mit der Übersendung des Leichnams des Diplomaten wären demnächst mit den zuständigen deutschen Strafverfolgungs- und medizinischen Behörden abgestimmt worden. Die russische diplomatische Vertretung betonte ebenfalls, dass sie Spekulationen in den Medien zu diesem Vorfall für falsch halte.

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