Russland

Hass und Hetze: Kanäle des Männerstaat-Gründers auf YouTube und Telegram gesperrt

Der sogenannte Männerstaat ist in Russland durch seine zahlreichen Hasskampagnen und Hetze, die sich gegen Frauen, Homosexuelle und nicht-weiße Menschen richten, in den sozialen Netzwerken bekannt. Jetzt wurden die Telegram-und YouTube-Kanäle des Gründers der Bewegung gesperrt.
Hass und Hetze: Kanäle des Männerstaat-Gründers auf YouTube und Telegram gesperrt© G. Lenz/Arco Images/Legion Media

Der Gründer des sogenannten Männerstaates, Wladislaw Posdnjakow, hat heute in seinem Reservekanal auf Telegram mitgeteilt, dass sein Kanal "Posdnjakow" auf iPhones und in den Android-Apps gesperrt wurde.

Wenn man den Kanal auf einem iOS- oder Android-Gerät öffnet, sieht man den Text, dass der Kanal unzugänglich ist, weil er gegen die Regeln für Apps verstoßen hat.

Posdnjakow hatte seine Follower bereits selbst darüber informiert, dass AppStore und Google Play den Messenger Telegram aufgefordert hatten, den Kanal des Männerstaat-Gründers wegen seiner diskriminierenden Inhalte zu sperren.

Posdnjakows YouTube-Kanal wurde ebenfalls gelöscht. Der Grund dafür seien laut dem Pressedienst von Google in Russland zahlreiche Verstöße gegen die Regeln über diskriminierende Aussagen.

Seinen Telegram-Kanal hatte Posdnjakow unter anderem für Hasskampagnen genutzt. Unter anderem hetzten die Männerstaat-Mitglieder gegen Margarita Gratschowa, deren Ex-Mann ihr aus Eifersucht beide Hände abgehackt hatte. Nachdem sie wieder ein Kind zur Welt gebracht hatte, beleidigten Posdnjakows Anhänger sie auf deren Instagram-Account aufs Übelste und nannten den Neugeborenen einen Cyborg. Für großes Aufsehen in Russland sorgte auch die Kampagne des Männerstaates gegen einen Sushi-Lieferdienst wegen Werbe-Posts mit einem schwarzen Mann und weißen Frauen. Die Hetzwelle zwang das Unternehmen dazu, sich "bei der russischen Nation" zu entschuldigen.

Anfang Oktober leitete die Staatsanwaltschaft der Region Nischni Nowgorod ein Strafverfahren zur Einstufung des Männerstaates als eine extremistische Organisation ein.

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