Russland

Bald neue Städte hinter dem Ural? Kreml unterstützt Idee, Sibirien zu entwickeln

Die Idee, neue Städte in Sibirien zu errichten, begleitet den russischen Verteidigungsminister schon lange. Nun gibt es auch aus dem Kreml unterstützende Worte. Werden in Russland demnächst neue Ballungszentren gegründet?
Bald neue Städte hinter dem Ural? Kreml unterstützt Idee, Sibirien zu entwickelnQuelle: Sputnik © Grigori Sysoew

Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu hat Anfang August vorgeschlagen, mehrere neue Städte in Sibirien zu gründen. Ihm zufolge seien etwa fünf große industrielle Wirtschaftszentren mit einer Bevölkerung von mindestens 300.000 Menschen erforderlich. Er findet, dass sich jede dieser Städte auf einen bestimmten Tätigkeitsbereich spezialisieren sollte.

Schoigu betonte, dass Russland bis zum Jahr 2030 alle Möglichkeiten habe, mit relativ akzeptablen Investitionen neue Städte, zahlreiche Arbeitsplätze und eine neue moderne Industrie zu schaffen. Dabei verwies er auf Pläne zum Städtebau in Sibirien, die kurz vor dem Zusammenbruch der UdSSR existierten. Außerdem schlug der Minister vor, die russische Hauptstadt nach Sibirien zu verlegen. 

Kremlsprecher Dmitri Peskow befürwortete das Vorhaben. Auf die Frage, welche Aufgabe der Kreml als vorrangig sieht – entweder den Bau neuer Städte oder die Entwicklung bestehender Städte –, sagte Peskow, dass beide Herausforderungen wichtig seien. "Die Entwicklung des Landes erfordert natürlich auch die Entstehung neuer Zentren, neuer Städte", erklärte er am Montag.

Im Großraum Moskau leben heute nach verschiedenen Schätzungen rund 20 Millionen Menschen. Zum Vergleich: Laut der Statistikbehörde Nowosibirskstat lebten im Januar 2021 insgesamt 17 Millionen Menschen in Sibirien. Wie die Zeitung Kommersant berichtete, nimmt die Abwanderung aus Sibirien in andere Regionen Russlands in den letzten 30 Jahren stets zu. Vor allem Menschen im erwerbsfähigen Alter verlassen die Region. Ältere Menschen wandern in Gebiete mit günstigeren klimatischen Bedingungen ab.

Mehr zum Thema - Russischer Verteidigungsminister Schoigu zur Krim: "War, ist und wird russisch sein"

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team