Russland

Russisches Unternehmen stellt mithilfe 3-D-Drucks Handprothese für dreijährigen Jungen her

Der dreijährige Wanja aus Weißrussland konnte früher wegen der Behinderung mit seinem rechten Arm keine Tasse halten. Das russische Unternehmen Motorica stellt für das Kind eine intelligente Handprothese her. RT-Korrespondentin Saskia Taylor hat den Glücksmoment miterlebt.

In Weißrussland, dem Heimatland von Wanja und seiner Mutter Anastasia, wäre das Beste, was der Junge mit einem wegen der Hyperplasie unterentwickelten Arm hätte bekommen können, eine herkömmliche Handprothese, die nicht funktionieren würde. Dank des russischen Tech-Unternehmens Motorica hat das dreijährige Kind, das Spielen und Schwimmen mag, eine intelligente Prothese erhalten, die ihm ein vollwertiges Leben ermöglicht. In einer Reportage erzählt RT-Korrespondentin Saskia Taylor Wanjas berührende Geschichte und erklärt, warum der 3-D-Druck nicht bloß eine "coole" Technologie zum Vergnügen ist, sondern Leben ändern kann.

Vor zwei Jahren wandte sich Wanjas Mutter Anastasia an Moskauer Unternehmen Motorica um Hilfe. Motorica setzt 3-D-Drucker für die Herstellung von intelligenten Prothesen ein. Außerdem legt das Unternehmen einen großen Wert auf die Einbeziehung des Empfängers in die Entwicklung des Designs für die Prothese: Für Kinder ist es dem Tester Sergei Batschu zufolge sehr wichtig, dass sie selbst eine Farbe oder ein Bild wählen können. Dank der Prothesen bekämen Kinder ein positiveres Bild von sich selbst und nennen sich Superhelden.

Wladimir Rumjanzew, CEO des Unternehmens Can Touch, das mithilfe des 3-D-Drucks Teile für Prothesen herstellt, erklärt, die Produktion der Prothesen mit traditionellen Methoden sei ein langer und sehr teurer Prozess. Der 3-D-Druck sei eine perfekte Lösung, weil die Technologie standhaftes Material und hohe Präzision verbinde.

Der dreijährige Wanja verfügt jetzt über Möglichkeiten, von denen seine Mutter vielleicht nicht einmal zu träumen wagte. Dank des Teams, das sich das Ziel setzte, Kinder mit Behinderungen zu "Cyber-Helden" zu machen, und eines 3-D-Druckers wird der Junge mit dem Baukasten spielen und Roller fahren können.

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