Russland

Lockerung der Corona-Maßnahmen: Moskauer Bürgermeister beendet "Handschuhmodus"

Der Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin hebt die Verfügung zum obligatorischen Tragen von Handschuhen in der Öffentlichkeit auf. Er begründet die Entscheidung mit einer Verbesserung der Pandemiesituation in der Stadt. Das Tragen von Masken ist jedoch weiter Pflicht.
Lockerung der Corona-Maßnahmen: Moskauer Bürgermeister beendet "Handschuhmodus"Quelle: Sputnik © Pawel Bednjakow

Per Dekret hat der Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin die Einwohner und Gäste der Hauptstadt von der Verpflichtung zum Tragen von Handschuhen an öffentlichen Orten befreit. Gleichzeitig bleibt das Tragen von Masken zum Schutz vor einer Corona-Infektion obligatorisch. Auf seinem Blog schrieb Sobjanin:

"Heute habe ich ein Dekret unterzeichnet, das die obligatorische Verwendung von Handschuhen in Verkehrsmitteln, Geschäften und anderen öffentlichen Orten abschafft. Gleichzeitig gilt weiterhin die Verwendung von Atemschutzmasken. Wir müssen diese kritische Barriere gegen die Ausbreitung des Virus aufrechterhalten, bis die Zahl der Neuerkrankungen auf ein Minimum reduziert ist."

Laut dem Dekret ist das Tragen von Handschuhen in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Orten des öffentlichen Lebens nicht mehr verpflichtend.

Der Bürgermeister von Moskau erklärte den Entschluss zu einer Lockerung der Sicherheitsmaßnahmen mit einer Verbesserung der pandemischen Situation in der Stadt, einschließlich einer starken Verringerung bei den täglichen Neuinfektionen und Krankenhauseinweisungen. Laut Sobjanin habe sich die Situation dank der Impfkampagne verbessert. In diesem Zusammenhang forderte er alle bisher nicht geimpfte Moskauer dazu auf, ihren Besuch in den Impfzentren nicht zu verschieben. Sobjanin erklärte:

"Wenn Sie noch nicht geimpft sind, zögern Sie nicht mit dieser Entscheidung. So schonen Sie Ihre Gesundheit und tragen dazu bei, das Ende der Pandemie näher zu bringen."

Seit dem 12. Mai 2020 waren die Moskauer zum Tragen von Schutzmasken und Handschuhen verpflichtet. Ursprünglich galt diese Vorschrift nur für öffentliche Verkehrsmittel und Geschäfte, doch bereits seit dem 1. Juni 2020 war das Tragen von Masken auf der Straße und von Handschuhen bei der Arbeit, in Geschäften, Apotheken, im öffentlichen Verkehr sowie an anderen Orten obligatorisch. Seit dem 13. Juli 2020 sind die Moskauer vom Tragen von Masken auf der Straße befreit.

Das Tragen von Handschuhen blieb an öffentlichen Orten jedoch weiterhin obligatorisch. Diesbezügliche Kontrollen wurden verstärkt.

Im Oktober 2020 gaben die Moskauer Behörden bekannt, dass Fahrgäste ohne Handschuhe in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr zugelassen sind. Verstöße gegen den sogenannten Handschuhmodus wurden mit einer Geldstrafe von 5.000 Rubel, umgerechnet rund 58 Euro, belegt.

Im Mai 2021 teilten die Moskauer Behörden mit, dass von allen Fahrgästen rund 99 Prozent mit Maske und etwa 70 Prozent mit Handschuhen die U-Bahn-Gebäude betreten. Viele würden jedoch nach dem Durchlaufen der Drehkreuze die Schutzausrüstung entfernen. Verstöße dieser Art würden künftig mittels vermehrter Kontrollen strikter geahndet, so die Behörden.

In weiteren Regionen Russlands war das Tragen von Handschuhen ebenfalls obligatorisch, die Vorgabe wurde jedoch schrittweise wieder gelockert. In Tatarstan wurde beispielsweise der Handschuhmodus bereits am 17. August 2020 eingestellt.

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