Russland

Moskau: Unternehmen erhalten für Corona-Impfung ihrer Mitarbeiter finanzielle Belohnung

Die Impfkampagne in der russischen Hauptstadt hat nicht nur Einschränkungen zur Folge. Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin hat nun ein Dekret über eine finanzielle Belohnung jener Unternehmen unterzeichnet, die ihre Mitarbeiter dazu motivieren können, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen.
Moskau: Unternehmen erhalten für Corona-Impfung ihrer Mitarbeiter finanzielle BelohnungQuelle: Sputnik © Pressedienst der Moskauer Regierung

Am Dienstag hat der Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin ein Dekret unterzeichnet, gemäß dem die ersten 100 Unternehmen und Organisationen, die das Ziel erreichen, 60 Prozent ihrer Mitarbeiter vollständig gegen das Coronavirus zu impfen, Geldmittel aus dem Stadthaushalt erhalten. Die Summe wird 100 Prozent der von dem Unternehmen in den letzten zwölf Monaten gezahlten Einkommensteuer betragen, jedoch nicht mehr als fünf Millionen Rubel (56.785 Euro).

Die ersten Zuschüsse, die die Unternehmen über persönliche Konten bei Bankenplattformen beantragen können, sind Mittel für den Kauf und das Leasing von Geräten, die Teilnahme an Ausstellungen, Online-Werbung, Kostenerstattung im Rahmen von Franchiseverträgen und die allgemeine Entwicklung wirtschaftlicher Aktivitäten. Das Einreichen der Bewerbungen ist nächste Woche emöglich.

Außerdem bekommen gemäß der neuen Verordnung Restaurants, Cafés und andere gastronomische Einrichtungen, die die Anforderungen für die Verwendung von QR-Codes erfüllen, Geldmittel zum Ausgleich von Stromrechnungen in Höhe von 100 Prozent der tatsächlichen Kosten für diese Zwecke im dritten Quartal des Jahres 2021. Den Zuschuss erhalten gastronomische Unternehmen im vierten Quartal.

Die QR-Codes dienen in Moskau als Nachweis über eine Vollimpfung gegen COVID-19, eine durch Genesung bedingte Immunität oder einen höchstens drei Tage alten negativen PCR-Test. Einen solchen Code kann man nach der zweiten Impfung, nach dem Erhalt eines negativen Corona-Tests oder nicht später als sechs Monate nach dem Genesen elektronisch auf der Website für staatliche Dienstleistungen beantragen. Nur Menschen, die solche QR-Codes vorlegen können, dürfen ab dem 28. Juni in der russischen Hauptstadt Restaurants und Cafés besuchen. Ansonsten ist nur das Mitnehmen von bestellten Speisen erlaubt.

Zuvor hatte die Moskauer Regierung zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung des Restaurantgeschäfts verabschiedet. Dazu zählt unter anderem eine Stundung zur Mietzahlung für von der Stadt angemietete Räumlichkeiten im dritten Quartal des Jahres 2021. Außerdem wurden Restaurants und Cafés in das Förderprogramm für kleine und mittlere Unternehmen aufgenommen.

Russland ist aktuell mit der dritten Welle der Pandemie konfrontiert. Die Zahl der täglich nachgewiesenen COVID-19-Fälle ist dramatisch gestiegen. Angesichts der deutlichen Zunahme der Corona-Befunde verabschiedeten die Behörden in einigen Regionen einschließlich der Hauptstadt Moskau Dekrete, gemäß derer Arbeitgeber im Bereich Dienstleistungen verpflichtet sind, 60 Prozent der Beschäftigten gegen COVID-19 impfen zu lassen. Wenn sie die Anforderung bis Mitte August nicht erfüllen, werden sie Geldstrafen zahlen. Nach jüngsten Angaben sind in Russland 12,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Mehr zum Thema - Russische Regierung nimmt Abstand von Plan zur Impfung von 60 Prozent der Bevölkerung bis Herbst

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