Russland

Sacharowa kritisiert Schäuble: Russlanddeutsche schauen und wählen, was sie wollen

"Eigentor des Jahres", nannte die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa Äußerungen von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, der "TV-Sender Russia Today" wolle Deutsche mit russischen Wurzeln manipulieren. Die unbelegten Behauptungen des CDU-Spitzenpolitikers bezeichnet sie als einen "Akt der Zensur".
Sacharowa kritisiert Schäuble: Russlanddeutsche schauen und wählen, was sie wollenQuelle: Sputnik © Pressedienst des russischen Außenministeriums

Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, hat die Aussage von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble über den Einfluss von RT auf Russlanddeutsche als einen Akt der Zensur bezeichnet. Auf ihrem Telegram-Kanal betonte sie:

"Eigentor des Jahres. Wenn Politiker die Bürger wegen der Unerwünschtheit eines Stimmungswandels vor den Medien schützen wollen und nicht auf der Grundlage des Gesetzes, ist dies ein Akt der Zensur und Anerkennung von Sympathien für Propaganda."

Bürger mit russischen Wurzeln sprechen Russisch und schauen zu ihrem eigenen Vergnügen die Sender, die sie schauen wollen, ohne den Bundestag zu fragen, so Sacharowa weiter.

Zuvor hatte Schäuble in einem Interview mit der Boulevard-Zeitung BILD am Sonntag behauptet, "über den TV-Sender Russia Today versucht Moskau, gezielt Deutsche mit russischen Wurzeln zu manipulieren". Ihm zufolge habe diese Kategorie von Bürgern früher hauptsächlich CDU gewählt, heute seien diese Bezirke oft Hochburgen der AfD. Zudem diffamierter er erneut RT als Propagandasender.

Die Behauptungen des Bundestagspräsidenten sind allerdings nachweislich falsch. So ist zum Beispiel das Wahlverhalten von Russlanddeutschen gut erforscht. Eine umfassende und repräsentative Studie der Universität Duisburg hat das Wahlverhalten der Russlanddeutschen bei der letzten Bundestagswahl untersucht. Das Ergebnis? Russlanddeutsche wählten zu 27 Prozent CDU/CSU, zu 21 Prozent DIE LINKE und erst mit einigem Abstand folgt die AfD mit 15 Prozent. 

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