Russland

Moskau: Werden die Rechte der in Minsk festgehaltenen Freundin von Protassewitsch verteidigen

Russland tut alles, um sicherzustellen, dass die Rechte der Russin Sofia Sapega gewahrt werden. Nach Angaben der Vertreterin des Außenministeriums erhielt der russische Konsul nach Abschluss der behördlichen Verfahren Zugang zu der Inhaftierten.
Moskau: Werden die Rechte der in Minsk festgehaltenen Freundin von Protassewitsch verteidigenQuelle: Sputnik © Pressestelle des russischen Außenminsteriums

Moskau unternimmt alles, um sicherzustellen, dass die Rechte der russischen Staatsbürgerin Sofia Sapega, die zusammen mit dem weißrussischen Blogger Roman Protassewitsch in Minsk in Gewahrsam genommen wurde, respektiert werden. Dies erklärte die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa am Donnerstag. In einem Interview mit dem Radiosender Echo Moskwy antwortete sie auf die Frage, ob Moskau Schritte zur Freilassung von Sapega unternimmt:

"Wir tun alles, um sicherzustellen, dass die Rechte der russischen Staatsbürgerin respektiert werden."

Sacharowa warnte auch davor, voreilige Schlüsse über die Gründe für die Landung des Ryanair-Fluges in Minsk zu ziehen und betonte:

"Wir haben nicht das Recht, emotional zu handeln. Wir handeln in Übereinstimmung mit den Rechtsnormen."

Die Pressesprecherin erwähnte auch, dass "ein russischer Konsul Zugang zu der in Weißrussland inhaftierten russischen Staatsbürgerin Sofia Sapega erhalten hat, nachdem Minsk die notwendigen rechtlichen Verfahren abgeschlossen hatte." Sie präzisierte:

"Es geht darum, dass einige Gerichtsverfahren stattfanden, an denen sie beteiligt war."

"Der Konsul hat sich mit ihr getroffen, sobald wir eine offizielle Benachrichtigung aus Weißrussland erhalten haben, nachdem wir den ganzen Tag auf den Abschluss der Verfahren gewartet haben. Diese waren am Ende des Tages vorbei und das Treffen fand am Abend statt."

Die russische Staatsbürgerin Sofia Sapega und der in Weißrussland gesuchte Mitgründer des als extremistisch eingestuften Telegram-Kanals NEXTA Roman Protassewitsch wurden am 23. Mai am internationalen Flughafen Minsk festgenommen, nachdem deren Flugzeug zu einer Notlandung gezwungen worden war. Der Ryanair-Flug von Athen nach Vilnius wurde nach einer Bombendrohung nach Minsk umgeleitet. Eine MiG-29 wurde Berichten zufolge gestartet, um das Flugzeug zu eskortieren. Die Bombendrohung ging ins Leere, nachdem das Flugzeug inspiziert worden war und kein Sprengstoff gefunden wurde.

Später gab Sapega zu, dass sie als Redakteurin des Telegram-Kanals Black Book of Belarus fungierte, der weißrussische Polizeibeamte anprangert. Im April 2021 wurde dieser Telegram-Kanal ebenfalls als extremistisch eingestuft.

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