Russland

Nach erneuten Truppenbewegungen Aserbaidschans: Putin spricht mit Paschinjan über Bergkarabach

Wladimir Putin und Nikol Paschinjan haben telefonisch über die Situation in Bergkarabach diskutiert. Putin betonte die Wichtigkeit einer Aufrechterhaltung des Waffenstillstands. Am Donnerstag versuchte Aserbaidschan, Truppen in die Region Sjunik zu verlegen.
Nach erneuten Truppenbewegungen Aserbaidschans: Putin spricht mit Paschinjan über BergkarabachQuelle: Sputnik © Alexei Nikolski

Der russische Präsident Wladimir Putin hat in einem Telefonat mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Armeniens Nikol Paschinjan über die Situation in Bergkarabach gesprochen. Dies berichtet die offizielle Webseite des Kremls.

Während des Gesprächs, das am Abend des 13. Mai auf Initiative der armenischen Seite stattfand, tauschten sich Paschinjan und Putin über die aktuelle Situation an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze aus und machten auf den jüngsten Vorfall aufmerksam. Der russische Staatschef betonte, wie wichtig es sei, alle Übereinkünfte zwischen den Vertretern Russlands, Aserbaidschans und Armeniens vom 9. November 2020 und 11. Januar 2021 strikt einzuhalten. Gleichzeitig betonte er, dass zunächst die Aufrechterhaltung des Waffenstillstandsregimes Priorität habe.

Außerdem bekräftigte der russische Präsident seine Absicht, die aktiven Vermittlungsbemühungen Moskaus fortzusetzen und die Beziehungen zu Jerewan und Baku aufrechtzuerhalten, um die Stabilität in der Region zu gewährleisten. Paschinjan wiederum bedankte sich und erklärte, wie wichtig es sei, einen konstruktiven Dialog fortzuführen, damit alle Konfliktsituationen stets mit friedlichen, politischen und diplomatischen Mitteln gelöst werden.

Am 13. Mai verzeichnete das armenische Verteidigungsministerium einen erneuten Versuch des aserbaidschanischen Militärs, unter dem Vorwand der "Klärung der Grenzen" in das Gebiet der Region Sjunik eindringen zu wollen, hieß es dazu aus Jerewan. Diese Aktionen wurden als Provokation gegen das armenische Hoheitsgebiet angesehen und sofort unterbunden, teilte das Ministerium mit.

Der französische Präsident Emmanuel Macron äußerte sich besorgt über die Aktionen des aserbaidschanischen Militärs. Er forderte den sofortigen Rückzug der aserbaidschanischen Streitkräfte und bot der armenischen Bevölkerung seine Unterstützung an.

Im Jahr 1991 hatte Bergkarabach, das hauptsächlich von Armeniern bewohnt war, die Unabhängigkeit von Aserbaidschan proklamiert, zu dem es während der Sowjetzeit gehörte. Dies führte zu einem Krieg in der Region. Im Jahr 1994 unterzeichneten Armenien, Aserbaidschan und die nicht anerkannte Republik Bergkarabach einen Waffenstillstand. Die Kämpfe an der Kontaktlinie flammten im September 2020 wieder auf und dauerten bis zum 10. November, als Aserbaidschan, Armenien und Russland eine gemeinsame Waffenstillstandserklärung verabschiedeten.

Der Pressedienst des Kremls stellte zudem fest, dass Putin und Paschinjan im Rahmen des Telefonats auch eine Reihe von Fragen erörtert haben, die eine Wiederherstellung der Wirtschafts-, Transport- und Logistikbeziehungen im Südkaukasus betreffen. Man habe sich darauf geeinigt, weiterhin Kontakte auf verschiedenen Ebenen zu pflegen, hieß es.

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