Russland

Moskau: Westliche Geheimdienste verleiten russische Opposition zu Spekulationen über die Krim

Die Geheimdienste einiger westlicher Staaten sowie der Ukraine führen gezielte Kampagnen durch, um die Aktivitäten der russischen Opposition durch Spekulationen zum Thema Krim anzuheizen. Dies erklärte das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag.
Moskau: Westliche Geheimdienste verleiten russische Opposition zu Spekulationen über die KrimQuelle: Sputnik © Max Wetrow

Bei einem Runden Tisch im Russischen Föderationsrat, der dem siebten Jahrestag der Wiedervereinigung der Halbinsel Krim mit Russland, auch Krim-Frühling genannt, gewidmet war, erklärte der stellvertretende russische Verteidigungsminister Andrei Kartapolow der Nachrichtenagentur TASS zufolge:

"Es gibt zunehmende Versuche der Geheimdienste einiger westlicher Länder und der Ukraine, die Aktivitäten der einheimischen russischen außerparlamentarischen Opposition hochzufahren, die versucht, ihre dreißig Silberlinge durch die Instrumentalisierung des Themas Krim zu verdienen, unter anderem durch die Einbeziehung minderjähriger Bürger in illegale Protestaktionen."

Kartapolow verwies darauf, dass der beispiellose Aufschwung des nationalen Selbstbewusstseins und des Patriotismus, die der Krim-Frühling zur Folge hatte, nach sieben Jahren nachzulassen beginnt. Er argumentierte:

"Die nachwachsende Generation fängt an, dieses Ereignis zu vergessen oder es nach primitiven Bewertungen und Schablonen zu beurteilen, die in den Medien und im Internetraum verbreitet werden, wo oft das Klischee der sogenannten Annexion der Krim aufgezwungen wird."

Man versuche auch, über Für und Wider des Beitritts der Krim und die Subventionierung der Region zu spekulieren, fuhr der stellvertretende Verteidigungsminister fort. Kartapolow fasste zusammen:

"Diese destruktive Position wird von der westlichen Propaganda aufgedrängt und zielt darauf ab, den hohen Impetus des Krim-Frühlings zu diffamieren und zu verunglimpfen, um eine Spaltung der russischen Gesellschaft herbeizuführen."

Anschließend betonte der Beamte, dass das Verteidigungsministerium in dieser Hinsicht die gesamte militärische Führung samt der militärisch-politischen Behörden Russlands anweisen werde, eine systematische Aufklärungsarbeit unter den Soldaten und Jugendlichen durchzuführen, die sich auf die Gemeinsamkeit und Untrennbarkeit der Geschichte Russlands und der Krim konzentrieren soll.

Nach dem Staatsstreich in der Ukraine im Februar 2014 hatten die Behörden der Krim und der Stadt Sewastopol ein Referendum über die Wiedervereinigung mit Russland abgehalten. Mehr als 80 Prozent der Wahlberechtigten nahmen daran teil, wobei jeweils 96,7 und 95,6 Prozent für die Wiedervereinigung mit Russland stimmten. Am 18. März 2014 unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin den Vertrag über die Aufnahme der Republik Krim und der Stadt Sewastopol in die Russische Föderation, am 21. März wurde er von der russischen Föderalversammlung ratifiziert. Diese Ereignisse werden seither als Krim-Frühling bezeichnet.

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