Russland

Putin zu Aussagen von AKK über Russland: Triviale Klischees und kontraproduktiv für unsere Beziehung

Nach seiner Jahrespressekonferenz beantwortete Russlands Präsident Wladimir Putin noch kurz spontane Fragen von Journalisten. Dabei wurde er unter anderem zur deutschen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und zur Bundeskanzlerin Angela Merkel befragt.

Der russische Präsident Wladimir Putin wurde nach seiner großen Pressekonferenz zu der kämpferischen Äußerung der deutschen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer gefragt, wonach mit Russland "aus einer Position der Stärke heraus" verhandelt werden solle. Putin antwortete:

"Die Dame wurde zur Verteidigungsministerin und will, wie es scheint, Härte zeigen. In diesem Fall wiederholte sie bloß eine triviale Klischeeaussage, die in vielen NATO-Staaten wiederholt wird. Das ist kontraproduktiv für unsere zwischenstaatlichen Beziehungen und aus Sicht der Verteidigungspolitik sinnlos."

"Ich würde dem, ehrlich gesagt, keine besondere Bedeutung schenken. Man sollte keine große Sache daraus machen. Ich bin nicht sicher, ob sie selbst froh darüber ist, diese Erklärung abgegeben zu haben – so wie viele andere verantwortungsvolle Politiker in der Bundesrepublik. Das ist einfach ein übliches Klischee."

Auf die Frage eines anderen Reporters, ob er die deutsche Bundeskanzlerin vermissen werde, entgegnete der russische Präsident:

"Gott sei Dank geht sie noch nirgendwohin, sie übt ihr Amt noch aus. Es ist unangebracht, jetzt darüber zu sprechen, was passieren wird, wenn sie ihr Amt niederlegt. Dort herrscht eine parlamentarische Regierungsform. Ich bin mir im Klaren, was dort innenpolitisch passiert und in der nahen Zukunft passieren kann. Frau Bundeskanzlerin und ich haben eine gute persönliche Beziehung. Außerdem befinden sich die zwischenstaatlichen Beziehungen auf sehr hohem Niveau. Die Bundesrepublik Deutschland gehört zu unseren wichtigsten Handelspartnern."

"Die deutschen Unternehmer gehören zu den größten Investoren der russischen Wirtschaft, im Gegensatz zu anderen Investoren investieren sie ins produzierende Gewerbe. Das schätzen wir sehr. Ich möchte noch mal betonen, dass wir dort viele gute Freunde haben, die uns vertrauen, und dieses Vertrauen wissen wir zu schätzen."

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