Russland

Cyberkriminelle hacken Paketautomaten in Russland: Schließfächer stehen offen

Der boomende Online-Handel hat seine Auswirkungen auch auf die Lieferketten. Immer mehr Menschen weltweit holen ihre Bestellungen von Paketautomaten ab. Wie die jüngste Cyberattacke in Russland zeigt, ist diese Zustellungsoption jedoch nicht hundertprozentig sicher.
Cyberkriminelle hacken Paketautomaten in Russland: Schließfächer stehen offenQuelle: Sputnik © IGOR RUSSAK

Cyberkriminelle haben es geschafft, in der russischen Hauptstadt Moskau mehrere Schließfächer in Paketautomaten zu öffnen. Die Hackerattacke vollzog sich am Freitag. Betroffen ist der Lieferdienst PickPoint. Dem Unternehmen zufolge wurden ursprünglich die Provider angegriffen, die für den Internetanschluss der automatischen Paketstationen zuständig waren. Demnach wurden dabei insgesamt 2.732 Geräte oder 25 Prozent der Paketautomaten betroffen. Das Ausmaß des verursachten Schadens war zunächst unklar.

Da die Cyberattacke schnell entdeckt wurde, schaffte PickPoint es, einen Großteil der betroffenen Geräte vom Netz abzuschalten und somit die dort befindlichen Lieferungen zu sichern. Das Unternehmen benachrichtigte seine Kunden über das Problem und verpflichtete sich, die Interessen der Empfänger zu verteidigen. Im entsprechenden Statement bedankte sich die Firma bei dem Wachpersonal der Einkaufszentren, in denen die Paketstationen geöffnet wurden.

In den sozialen Medien tauchten Fotos und Videos auf, auf denen Dutzende geöffnete Schließfächer zu sehen waren. In einigen davon lagen Pakete.

Das Unternehmen teilte zunächst nicht mit, welche Städte genau betroffen waren. Medien berichteten aber von ähnlichen Problemen unter anderem in Pskow und Nowosibirsk.

Nach eigenen Angaben gewährleistet PickPoint in Russland bis zu 80 Prozent der Lieferungen via Paketstationen.

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