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"Keine Rundfunklizenz für Propaganda!" Der Feldzug des DJV-Vorsitzenden gegen RT Deutsch

Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verband Frank Überall forderte jüngst von den Landesmedienanstalten, RT Deutsch keine Sendelizenz zu erteilen. Seine Argumentation ist jedoch alles andere als seriös und entspricht dem, was er RT Deutsch vorwirft.

Bereits seit geraumer Zeit führt der DJV-Vorsitzende einen privaten Feldzug gegen RT Deutsch. Jüngster Höhepunkt war die Forderung in Richtung der Landesmedienanstalten, RT Deutsch keine Sendelizenz zu erteilen. Begründet wird dies durch den Vorwurf, dass es sich bei dem deutschen Ableger von Russia Today um ein "Propagandainstrument des Kreml" handele, das danach strebe, mit "Desinformation" Politik zu betreiben.

Zudem habe RT Deutsch "immer wieder Geschichten erfunden".

Als Beispiel kann Überall allerdings nur auf eine Geschichte aus dem Jahr 2016 verweisen - den ominösen "Fall Lisa". Doch selbst damit liegt er falsch, wie er zudem selbst bereits im Jahr 2017 einräumte.

Überall ist Professor für Medien, Kommunikation und Wirtschaft. Trotzdem scheint es ihm nicht geläufig zu sein, dass auch der Vorwurf der Propaganda gegenüber RT Deutsch ins Leere läuft, da der Begriff nicht klar definiert und zudem kein Privileg russischer Medien ist. Im Gegensatz zur Propaganda lässt der Begriff der Pressefreiheit keine Missverständnisse aufkommen.

Sämtliche Vorwürfe des Frank Überall halten einer ernsthaften und objektiven Analyse nicht stand. Dies hält diesen allerdings nicht davon ab, seinen privaten Feldzug gegen RT zu führen. Letztendlich ist es Überall selbst, der Desinformation betreibt, Fake News verbreitet und damit seine Lizenz-Forderung und Position als Vorsitzender der größten Journalisten-Organisation Europas ad absurdum führt.