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"Blut ist an Ihren Händen": US-Veteran wirft Joe Biden Beihilfe zum Mord an Millionen Irakern vor

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden mag am "Super Tuesday" einen haushohen Sieg erzielt haben – einen Veteranen konnte er allerdings nicht auf seine Seite ziehen. Dieser griff ihn ob seiner Unterstützung der Irak-Invasion im Jahr 2003 verbal an.
"Blut ist an Ihren Händen": US-Veteran wirft Joe Biden Beihilfe zum Mord an Millionen Irakern vor© Twitter / VetsAboutFace

Ein Mann, der sich selbst als ehemaliger Soldat der US-Luftwaffe ausgab, näherte sich dem ehemaligen Vizepräsidenten und befragte ihn über seine Unterstützung der US-Operation im Irak im Jahr 2003. Das Video wurde auf dem Twitter-Profil der Organisation "Veterans Against the War" gepostet.

"Wir fragen uns einfach, warum wir für jemanden stimmen sollten, der für einen Krieg votiert hat, der einen Krieg ermöglicht hat, in dem Tausende unserer Brüder und Schwestern, unzählige irakische Bürger, getötet wurden", sagte der Veteran gegenüber dem überraschend wirkenden Biden.

Der Mann fuhr fort und behauptete, Biden habe die Invasion des Irak "ermöglicht". Er sagte zudem, dass Biden die Verantwortung tragen soll, weil er den tödlichen außenpolitischen Sumpf unterstützt habe.

Ihr Blut ist auch an Ihren Händen. Sie sind disqualifiziert, Sir. Meine Freunde sind wegen Ihrer Politik tot.

Biden erwiderte, dass sein Sohn, der ein Jahr im Irak gedient habe, ebenfalls tot sei. Ein seltsames Argument, da Beau Biden mehrere Jahre nach seiner Abreise aus dem Nahen Osten an einem Hirntumor starb. "Es geht hier nicht um deinen Sohn", antwortete der Veteran. Als Biden sich zurückzog, erhielt das Ex-Luftwaffenmitglied das letzte Wort.

(Auf keinen Fall) kann er Präsident sein. (...) Millionen sind im Irak tot. (...) Trump ist kriegsfeindlicher als Joe Biden.

Die Menschenmenge begann anschließend "Joe, Joe, Joe!" zu skandieren. Ein anderer Veteran, der die Auseinandersetzung filmte, entgegnete: "Wir haben tatsächlich in euren verdammten Kriegen gekämpft. (...) Sie haben uns geschickt, um Zivilisten zu verletzen."

Bidens Unterstützung für die Irak-Invasion im Jahr 2003 wurde wiederholt von seinem Hauptkonkurrenten, dem linken Senator Bernie Sanders, hervorgehoben. Sanders argumentiert, dass der ehemalige Vizepräsident den außenpolitischen Status quo in Washington bewahren wird.

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