Nordamerika

Omikron tauchte schon Mitte November 2021 in kanadischen Abwässern auf

Kanadischen Forschern zufolge wurde Omikron schon im November 2021 in den Abwässern der kanadischen Provinz Nova Scotia identifiziert. Einige Wochen bevor die Variante in Südafrika gemeldet wurde. Laut den Forschern sind Abwässer ein effektives Frühwarnsystem.
Omikron tauchte schon Mitte November 2021 in kanadischen Abwässern auf© legion-media

Neue Daten von Forschern der Dalhousie University in Halifax, Kanada, zeigen, dass Omikron bereits Wochen vor seiner offiziellen Identifizierung in der Provinz Nova Scotia im Abwasser zu finden war – und sogar bevor die neue Virus-Variante in Südafrika gemeldet wurde. Das berichtet die kanadische Zeitung National Post.

Graham Gagnon, Professor und Direktor des Centre for Water Resource Studies, bestätigte dies gegenüber der National Post in einer E-Mail:

"Unser Team hat Omikron Mitte November rückwirkend in Abwässern aus Nova Scotia nachgewiesen und wird in Zukunft weitere Informationen liefern können."

Der erste Fall von Omikron in Nova Scotia wurde offiziell am 13. Dezember 2021 bestätigt, nur wenige Wochen nachdem am 24. November 2021 der erste Fall in Südafrika gemeldet worden war.

Gagnons Team hat seit Dezember 2020 das Abwasser der vier wichtigsten Kläranlagen in Nova Scotia untersucht. Sie haben dabei auch die Abwässer der Studentenwohnheime auf dem Dalhousie-Campus untersucht. Diese Art von Tests werde in den kommenden Monaten zu einem wichtigen Instrument bei der Verfolgung der Ausbreitung des Coronavirus werden, da der Zugang zu PCR-Tests im ganzen Land immer eingeschränkter werde, sagte Mark Servos, Professor und Forscher im Fachbereich Biologie an der University of Waterloo. Sein Labor untersucht derzeit die Abwässer in den Regionen Peel, York und Waterloo in Ontario. Servos zu den Untersuchungen:

"Wenn Omikron weiterläuft, wird es im Abwasser steigen oder sinken, und das wird uns helfen, unsere Entscheidungsträger zu informieren."

Derzeit sind in Ontario PCR-Tests nur für symptomatische Hochrisikopersonen und Personen, die in Hochrisikoumgebungen arbeiten, verfügbar. Das bedeute, dass es schwieriger sein werde, sich ein genaues Bild davon zu machen, wer COVID-19 hat, vor allem weil Omikron so leicht übertragbar sei, sagte Servos.

Im Bereich des Abwassers konnte Servos feststellen, wie schnell sich jede Variante jeweils in der Provinz durchsetzte:

"Alpha brauchte ein paar Monate, um sich durchzusetzen, Delta brauchte anderthalb Monate und Omikron fast zwei Wochen."

In Alberta, wo PCR-Tests ebenfalls nur begrenzt möglich sind, überwachen Forscher das Abwasser in der gesamten Provinz auf die Verbreitung des Virus und seiner Varianten. Casey Hubert, außerordentlicher Professor in der Abteilung für Biologie an der Universität Calgary und einer der Leiter eines Abwasserüberwachungsprojekts in Calgary, sagte, dass Abwassertests den Forschern bereits eine Woche vor der Meldung sagen könnten, was passiert:

"Das Abwasser liefert wirklich eine Art von Frühwarnsignal, das den Fallzahlen vorausgeht."

Die Bewohner von Alberta können ein von Huberts Team eingerichtetes Dashboard nutzen, um die Menge von Viren im Abwasser in der gesamten Provinz zu überwachen. Dies ist ein hilfreiches Instrument, so Hubert, denn je weniger Tests durchgeführt würden, desto ungenauer seien die Informationen darüber, wie viele Menschen das Virus haben könnten.

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