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Nach zwei Tagen wird für die Deltakron-Virus-Variante erste Entwarnung gegeben

Nach nur 48 Stunden geben Medien weltweit Entwarnung für die auf Zypern entdeckte neue Virusvariante. Wissenschaftler bezweifeln, dass es sich um echte Co-Infektionen handelt. Es könnte auch zu Verunreinigungen beim Sequenzieren gekommen sein.
Nach zwei Tagen wird für die Deltakron-Virus-Variante erste Entwarnung gegebenQuelle: www.globallookpress.com © via www.imago-images.de

Die erste Meldung, bezugnehmend einer vermeintlich neuen Virusvariante, erfolgte am 8. Januar über den US-Informationsdienst Bloomberg. Demnach hätten Wissenschaftler, unter der Leitung des Molekularbiologen und Virologen Leondios Kostrikis auf Zypern eine seltene Corona-Mischform aus Delta und Omikron entdeckt. Aufgrund der unmittelbaren Mitteilung an die Öffentlichkeit, gaben sie der neuen Typus-Variante den Namen "Deltakron". Nach nur 48 Stunden wird diese Entdeckung allerdings weltweit medial eindeutig hinterfragt. Auch in Deutschland wird "Entwarnung" gegeben:

Demnach sei der Ursprung eher auf Verunreinigungen während der Analyse zurückzuführen, so Experten gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. "Diese Genome sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Artefakte", erläutert Richard Neher von der Universität Basel, Experte für Virusvarianten, in der dpa-Nachricht. Auch der zypriotische Gesundheitsminister Michael Hadjipantela stufe die neue Variante demnach "als nicht besorgniserregend" ein. Von der WHO sei die neue Variante zudem "noch nicht anerkannt" worden, berichtet business-standard. Der britische Virologe Dr. Thomas Peacock schreibt dazu auf Twitter, er gehe davon aus, dass es sich um eine "Kontamination" handele:

"Echte Rekombinanten tauchen in der Regel erst einige Wochen/Monate nach einer substanziellen Co-Zirkulation auf – wir sind erst ein paar Wochen in Omicron – ich bezweifle wirklich, dass es schon Rekombinanten gibt."

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) zitiert ein Mitglied des griechischen Krisenstabes für die Corona-Pandemie, Gikas Magiorkinis, mit den Worten: "Erste Analysen zeigen, dass es sich um einen technischen Fehler des Labors handelt." Der zypriotische Entdecker der "Deltakron-Variante" beharrt dagegen laut RND weiterhin auf seinen veröffentlichten Ergebnissen. Die Epidemiologin und WHO-Expertin Maria van Kerkhove appelierte indes in einem Tweet vom 10. Januar an ihre Follower:

"Wir sollten keine Wörter wie Deltakron, Flurona oder Flurone verwenden. Bitte. Diese Wörter implizieren eine Kombination von Viren/Varianten & das ist nicht der Fall. 'Deltakron' ist wahrscheinlich eine Kontamination während der Sequenzierung, SARS-CoV2 entwickelt sich weiter (...)"

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