Nordamerika

USA: "Russiagate" bricht völlig zusammen – Hauptverfechter der Theorie versucht sich zu distanzieren

Jahrelang haben die Mainstream-Medien das inzwischen diskreditierte Steele-Dossier – auch bekannt als Trump-Russland-Dossier – benutzt, um den US-amerikanischen Ex-Präsidenten zu verunglimpfen. Nun versucht der Demokrat, der das in Verruf geratene Dokument am stärksten propagiert hat, sich davon zu distanzieren.
USA: "Russiagate" bricht völlig zusammen – Hauptverfechter der Theorie versucht sich zu distanzierenQuelle: Gettyimages.ru © Robert Alexander

Der demokratische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des US-Repräsentantenhauses Adam Schiff hat sich nach der Verhaftung einer der wichtigsten Quellen der sogenannten Russland-Affäre ("Russiagate") darum bemüht, auf das Narrativ Einfluss zu nehmen. Dabei wurden einige massive Heucheleien aufgedeckt.

In der US-Morgensendung The View wurde Schiff von Donald Trumps ehemaliger Sprecherin des Außenministeriums, Morgan Ortagus, über seine Rolle in der sich immer weiter ausbreitenden Affäre ausgefragt. Dabei räumte er ein, dass jeder, der das FBI und den britischen Ex-Spion Christopher Steele belogen hat, strafrechtlich verfolgt werden sollte. Dem kalifornischen Demokraten gelang es jedoch, weiteren Fragen in dieser Richtung mit rhetorischen Kniffen zu entgehen. So wies er etwa auf die Begnadigung mehrerer Kabinettsmitglieder durch den ehemaligen Präsidenten hin, die – in den Augen des Ex-Präsidenten – zu Unrecht inhaftiert worden waren.

Ortagus versuchte, Schiff dafür verantwortlich zu machen, dass er sich auf die gefälschten Dokumente des Dossiers stürzte, einschließlich des berüchtigten "Pinkel-Videos", das sich mit der Verhaftung der Hauptquelle des berüchtigten Steele-Dossiers, Igor Dantschenko, als frei erfunden herausgestellt hat.

"Sie haben das Steele-Dossier verteidigt, gefördert und sogar im Kongressprotokoll verlesen", bemerkte Ortagus und fragte ihn, ob er "über seine Rolle" bei der Verbreitung des gefälschten Berichts nachgedacht habe.

Schiff beharrte wiederholt darauf, dass es "keine Möglichkeit gegeben hat zu wissen", dass das Steele-Dossier eine Fälschung sei – obwohl die meisten Journalisten, die den von den Mitarbeitern von Fusion GPS im Auftrag der Hillary-Clinton-Kampagne erstellten Bericht erhielten, misstrauisch waren und sich dafür entschieden, ihn nicht zu veröffentlichen. Erst als Buzzfeed News sich schließlich dazu entschloss, die Geschichte zu veröffentlichen, verbreitete sie sich wie ein Lauffeuer und warf einen Schatten auf Trumps gesamte Amtszeit.

Schiff hatte seinen Fernsehauftritt nur wenige Tage, nachdem Dantschenko, dessen Lügengeschichten es abtrünnigen US-Geheimdiensten ermöglichten, mehrere FISA-Haftbefehle (Foreign Intelligence Surveillance Act) gegen Mitarbeiter der Trump-Kampagne zu erlassen, wegen einer Lüge gegenüber dem FBI verhaftet wurde.

Dantschenko hat nicht nur einmal, sondern fünfmal gelogen, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Anklageschrift hervorgeht.

Schiff versuchte in der Sendung wiederholt, die Aufmerksamkeit von sich abzulenken, indem er das Thema auf die Republikaner in Trumps Lager lenkte, die – wenn auch nur kurz – wegen angeblicher Lügen gegenüber dem FBI inhaftiert worden waren.

"Keines dieser schwerwiegenden Fehlverhalten wird in irgendeiner Weise durch die Tatsache geschmälert, dass man Christopher Steele angelogen hat", betonte Schiff und bezog sich dabei auf die inzwischen widerlegten Lügen, dass der ehemalige US-Präsident versucht habe, die Wahlen 2016 und 2020 zu manipulieren und einen "Aufstand" im Januar dieses Jahres zu starten. Ortagus stimmte dem zu und bemerkte, dass stattdessen die Glaubwürdigkeit von Schiff beschädigt worden sei.

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