Nordamerika

Zulassung von Pfizer-Impfung für Kinder in den USA: Neutralität der Kommission fraglich

In den USA soll der Impfstoff von BioNTech-Pfizer für Kinder zwischen fünf und elf zugelassen werden. Die zuständige Kommission hatte sich am 26. Oktober virtuell getroffen. Aber es bestehen starke Zweifel an ihrer Neutralität; mehrere Mitglieder haben enge Verbindungen zu Pfizer.
Zulassung von Pfizer-Impfung für Kinder in den USA: Neutralität der Kommission fraglichQuelle: www.globallookpress.com © Ting Shen

Die Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA), die in den USA für die Zulassung von Medikamenten zuständig ist, entschied sich diese Woche für die Zulassung der Pfizer-BioNTech-Impfung für Kinder zwischen fünf und elf.

Inzwischen gibt es starke Zweifel, ob das Komitee neutral genug ist, diese Entscheidung zu fällen. Der ehemalige Chef der FDA Scott Gottlieb ist seit 2019 Mitglied im Vorstand von Pfizer; das allein indiziert schon große Nähe. Aber das ist nicht alles.

Der kommissarische Vorsitzende der Kommission Steven Pergam war bis 2018 Berater von Pfizer. Ein weiteres ständiges Mitglied der Kommission, Archana Chatterjee, arbeitete zwei Jahre lang an einem von Pfizer finanzierten Forschungsprojekt zu Kinderimpfungen, von 2018 bis 2020. Myron Levine hat Doktoranden betreut, und einer dieser Doktoranden ist jetzt der leitende Direktor für Impfstoffforschung und -entwicklung bei Pfizer.

James Hildreth, nicht ständiges Mitglied, erklärte, er sei mit 1,5 Millionen Dollar an einer Impftesteinrichtung am Meharry Medical College beteiligt, das unter anderem den Pfizer-Impfstoff verimpft. Das ebenfalls nicht ständige Mitglied Geeta Swamy ist die Vorsitzende eines Komitees, das für die Pfizer Group ein Impfprogramm gegen Streptokokken überwacht und von Pfizer finanziert wird. Gregg Sylvester war zuvor Vizepräsident von Pfizer Vaccines.

Neben diesen Personen, die unmittelbar in Verbindung zu Pfizer stehen, gibt es weitere nicht ständige Mitglieder, die sich bereits öffentlich für die Impfung von Kindern ausgesprochen hatten: Eric Rubin, Jay Portnoy und Melinda Wharton. Insgesamt umfasst die Kommission 27 Personen, von denen 16 ständige Mitglieder sind.

Die FDA hatte erst im letzten Dezember in einer Pressemitteilung beklagt, wie schwierig es sei, Mitglieder für das Impfstoffberatungskomitee zu finden, da sie häufig das Ziel heftiger politischer Bearbeitung durch Industrievertreter würden, je nachdem, welches Arzneimittel in der Sitzung zur Debatte steht.

"Dieser Prozess hat sich dadurch etwas geändert, dass die Treffen während COVID-19 virtuell stattfinden. Aber es ist wahrscheinlich, dass der Druck hinter den Kulissen weitergeht. Die Industrie verteidigt ihre Versuche, Mitglieder des Kommittees zu beeinflussen, schlicht als Bemühungen, ihre Sache gut darzustellen."

Diese Aussage in einer öffentlichen Mitteilung ist ein Hinweis darauf, dass die Lobbyisten wohl jegliche Grenze überschritten hatten. Der Impfstoff, um den es damals ging, war der COVID-19-Impfstoff von Pfizer. Und das Ergebnis der Sitzung war die gewünschte Zulassung.

In den USA löst die Zusammensetzung des Komitees Empörung aus, wie der folgende Tweet belegt:

"Die Mitglieder des FDA-Kommittees, das sich mit der Pfizer-Impfung für Kinder befasst, haben für Pfizer gearbeitet und haben starke Verbindungen zu Pfizer. Das ist ein atemberaubender Interessenkonflikt."

Mehr zum Thema - FDA-Experte: "Wir erfahren nie, wie sicher der Impfstoff ist – bis wir ihn verabreichen"

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