Nordamerika

US-Krankenhaus setzt Patienten unter Druck: Ohne Impfung kein neues Herz

Ein Krankenhaus im Bundesstaat Washington hat einem Patienten die Herztransplantation verweigert, weil er sich nicht gegen COVID-19 impfen lassen wollte. Die Organisation, die Transplantationen überwacht, hat eine allgemeine Empfehlung für Impfungen herausgegeben.
US-Krankenhaus setzt Patienten unter Druck: Ohne Impfung kein neues HerzQuelle: Gettyimages.ru © StockPlanets

Das University of Washington Medical Center im US-Bundesstaat Washington hat einem Mann, der eine COVID-19-Impfung abgelehnt hat, eine Herztransplantation verweigert. Laut Jason Rantz von KTTH Radio in Washington verweigert das Krankenhaus Patienten, die die Impfung ablehnen, seit mindestens Juni 2021 Organtransplantationen. Die Krankenhausleitung weigert sich offenbar, grundlegende Fragen zu ihren Richtlinien zu beantworten bzw. diese anzuerkennen, so Rantz.

Frank Sam Allen, ein 64-jähriger Patient auf der Warteliste für eine Herztransplantation, wurde von dieser Liste gestrichen, nachdem er zweieinhalb Jahre auf ein neues Herz gewartet hatte. Laut Rantz traf die Krankenhausleitung diese Entscheidung, nachdem sie erfahren hatte, dass Allen sich geweigert hatte, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen. Die Klinikleitung erklärte, es werde in Betracht gezogen, ihn wieder auf die Warteliste zu setzen, sollte er ihre "Bedenken hinsichtlich der Einhaltung von Vorschriften" erfüllen.

Allen erzählte Rantz, dass er im Juni erfahren hatte, dass seine Herztransplantation wegen seiner Weigerung, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen, gefährdet war. Allen erklärte, dass er an einer langen Liste von Herzerkrankungen leidet, darunter Mitralklappenregurgitation, Trikuspidalklappenregurgitation, Aortenklappenregurgitation, Aneurysma der thorakalen Aorta und dilatative Kardiomyopathie. Nach seinen Angaben beeinträchtigen drei undichte Herzklappen die Durchblutung seiner Lunge, was das Atmen erschwert. Allen hatte sich zuvor einer Operation am offenen Herzen unterzogen, und er behauptet, sein Herz sei dabei beschädigt worden.

Allen gab gegenüber Rantz auch an, dass er aufgrund seiner Herzprobleme keine Maske tragen kann, da er dadurch nicht genügend Sauerstoff bekommt. Er sei wegen seiner Weigerung, eine Maske zu tragen, auch mit seinem Arzt in Streit geraten. Der Arzt habe eine Diskussion mit ihm initiiert. Allen beschrieb diese wie folgt:

"Der Kardiologe rief mich an, wir hatten ein Gespräch, und er informierte mich, dass ich mich impfen lassen müsse, um eine Transplantation zu bekommen. Und ich sagte: 'Nun, das ist mir neu. Und das hat mir noch niemand gesagt.' Und er sagte: 'Ja, das ist unsere Richtlinie.'"

Allen erklärte dem Arzt, dass er sich weigere, sich impfen zu lassen, und gibt an, dass er ein paar Tage später einen Brief erhielt. In diesem wurde er informiert, dass er von der Warteliste des United Network for Organ Sharing (UNOS) für ein Herz gestrichen worden war. Das UNOS ist eine gemeinnützige wissenschaftliche und pädagogische Organisation, die das einzige Netzwerk für Organbeschaffung und Transplantation (OPTN) in den Vereinigten Staaten verwaltet. In dem Schreiben hieß es:

"Ihr Name wurde von der Warteliste des University of Washington Medical Center gestrichen. Dies geschah infolge Ihres kürzlichen Gesprächs mit den Anbietern bezüglich der Bedenken des Auswahlkomitees für Herztransplantationen hinsichtlich der Einhaltung der COVID-19-bezogenen Richtlinien und Empfehlungen. Wir können Sie für die Wiederaufnahme auf die Warteliste erneut prüfen, sollten Sie unsere Richtlinien in Zukunft erfüllen, oder Sie in der Zwischenzeit an ein anderes Zentrum zur Evaluierung verweisen, wenn Sie dies wünschen."

Basierend auf seinen Richtlinien empfiehlt das UNOS "dringend", dass ein potenzieller Transplantationspatient vor der Operation gegen COVID-19 geimpft wird. Die Organisation macht dies jedoch nicht zur Bedingung für eine solche Operation, was ein aufmerksamer Twitter-Beobachter bemerkte.

Allen erzählte Rantz, dass er einen Brief an die Krankenhausverwaltung geschrieben hatte, um seine Enttäuschung über die Entscheidung zum Ausdruck zu bringen. Er hatte seine Bestürzung über den "Mangel an wissenschaftlichen Erkenntnissen, die die Richtlinien diktieren" ausgedrückt und seine Skepsis aufgrund der mit Impfstoffen verbundenen Nebenwirkungen betont. Allen hatte geschrieben:

"Ich verstehe, dass meine Entscheidungen Auswirkungen haben, aber ich habe die Richtlinien nicht geändert. Am meisten beunruhigt mich nicht Ihre Entscheidung, mich von der Liste zu streichen und mir damit die Möglichkeit zu nehmen, ein nahezu normales Leben zu führen, sondern der Mangel an wissenschaftlicher Logik, der Ihre 'Richtlinien' bestimmt. Als jemand, der als Patient mit Herzversagen viel Zeit – und auch viel Geld – ins University of Washington Medical Center investiert hat, wird mir gesagt, dass ich keine Behandlung für meinen Zustand bekommen kann, wenn ich nicht eine Spritze bekomme, die nachweislich Herzprobleme verursacht. Es erscheint mir als kluge Entscheidung, nicht in Panik zu verfallen und sich die experimentelle Gentherapie injizieren zu lassen, bis mehr Informationen vorliegen."

Am 10. August erhielt Allen nach Angaben von Rantz eine Antwort. Bo Secord, stellvertretender Direktor für Patientenbeziehungen, erklärte, man habe seinen Brief erhalten und ihn an die "zuständige Leitung" weitergeleitet. Aber diese rührte sich nicht. "Wie Ihr Anbieter feststellte, ist dieser gerne bereit, eine Neubewertung vorzunehmen, sollten Sie Ihre Meinung ändern", schrieb Secord.

Rantz wies auch darauf hin, dass Derek Kovic, ein Lebertransplantationspatient, in einem separaten Interview mit KTTH erklärt hatte, das Krankenhaus habe ihm gesagt, er müsse geimpft werden, um auf der Transplantationsliste zu bleiben. Kovic hatte sich jedoch dafür entschieden, dem nachzukommen. Rantz bat die Krankenhausverwaltung wiederholt um Klarheit über ihre Impfpolitik in Bezug auf Organtransplantationsempfänger. Präsidentin Lisa Brandenburg ignorierte mehrere E-Mails, während ein anderer, Präsident Gregg Brandenburg – vermutlich ihr Ehemann – antwortete. Brandenburg erklärte:

"Unsere Ärzte arbeiten mit ihren Patienten zusammen, um auf der Grundlage der Risikofaktoren des einzelnen Patienten und des Grades der Immunsuppression, die er erleiden wird, eine Entscheidung über Impfempfehlungen und -anforderungen, einschließlich der COVID-19-Impfung, zu treffen."

Rantz stellt fest, dass die ganze Bürokratie letztendlich zu einer nüchternen Realität für Allen führt, wenn er die Herztransplantation nicht bekommt. Dieser ist sich sicher:

"Es wird auf jeden Fall zu meinem Tod führen."

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