Nordamerika

Ex-Soros-Manager Rubin: "Ich werde dich vergewaltigen, wie ich meine Tochter vergewaltige"

Howard Rubin, ein langjähriger Mitarbeiter von George Soros und Finanzier der Wall Street, wurde von sechs Frauen beschuldigt, sie in einem "Sex-Verlies" in seiner Wohnung in New York geschlagen und vergewaltigt zu haben. Die Frauen reichten Klage gegen Rubin ein.
Ex-Soros-Manager Rubin: "Ich werde dich vergewaltigen, wie ich meine Tochter vergewaltige"Quelle: Gettyimages.ru © Patrick McMullan

Howard Rubin, ein ehemaliger Geldmanager von George Soros, wird von sechs Frauen beschuldigt, sie während sadomasochistischer Sex-Sitzungen in einem speziell konstruierten "Sex-Verlies" in seiner Wohnung im New Yorker Stadtteil Manhattan geschlagen und missbraucht zu haben. Der 66-Jährige soll den Frauen bis zu 5.000 US-Dollar gezahlt haben, damit diese an den Sitzungen teilnahmen. 

In seinem geheimen Sex-Verlies soll Rubin Gewalttaten und sexuelle Übergriffe gegen eine Reihe von Frauen begangen haben, darunter auch Playboy-Playmates. Die ersten Anschuldigungen wurden im November 2017 erhoben. Für November ist ein Zivilprozess angesetzt, bei dem sechs seiner sieben angeblichen Opfer mindestens 18 Millionen US-Dollar fordern.

Laut einem Bericht der US-Zeitung New York Post wird Rubin unter anderem vorgeworfen, "die Brüste einer Frau so stark geschlagen zu haben, dass ihr rechtes Implantat geplatzt ist" – eine Verletzung, die so schwer war, dass Gerichtsdokumenten zufolge ihr "plastischer Chirurg nicht einmal bereit war, ihre Brüste zu operieren".

Eine weitere Frau sagte, dass sie und Rubin Geschlechtsverkehr gegen ihren Willen gehabt hätten. Sie behauptete außerdem, dass er, während sie in seiner Kammer gefesselt war und bevor er sie zum Geschlechtsverkehr zwang, gesagt habe:

"Ich werde dich vergewaltigen, wie ich meine Tochter vergewaltige."

Vergangenen Monat reichte Rubins langjährige Ehefrau Mary Henry, mit der er drei gemeinsame Kinder hat und die selbst ebenfalls Wall-Street-Bankerin ist, laut dem Bericht der New York Post die Scheidung ein. Der Finanzier war in Wall-Street-Kreisen als so etwas wie ein High Roller bekannt, da er Millionen für den milliardenschweren Investor Soros verdiente, bis dieser Skandal seinen Ruf zu überschatten drohte.

Die ursprünglichen Vorwürfe wurden von Mia Lytell, Amy Moore und Stephanie Caldwell im Jahr 2017 erhoben. Lytell und Moore sind ehemalige Playboy-Playmates. Bei Caldwell handelt es sich um ein Model, das in einem Stripclub in Miami gearbeitet hat. Alle Frauen beschuldigen Rubin der Körperverletzung und des Menschenhandels. Ihr Anwalt John Balestriere sagte:

"Kurz gesagt, sie behaupten alle, sie seien nach New York gebracht und ausgenutzt worden. Die Anschuldigungen laufen darauf hinaus, dass die Frauen sagen, sie seien körperlich und sexuell missbraucht worden. Niemand behauptet, dass ihnen eine Waffe an den Kopf gehalten wurde, um nach New York zu kommen. Unsere Klientinnen behaupten, dass sie getäuscht und belogen und Opfer körperlicher sowie sexueller Gewalt geworden seien."

Ein Antrag auf ein summarisches Urteil, der von Rubins Anwalt Edward McDonald eingereicht wurde, führt detailliert aus, dass die Frauen Vertraulichkeitsvereinbarungen unterschrieben haben, die eine Strafe von mindestens 500.000 US-Dollar vorsehen, falls diese gebrochen werden. McDonald sagte, die Frauen hätten sogar eingeräumt, dass sie bei den Sexspielen verletzt werden könnten. Sein Mandant bestreite die Ansprüche der Frauen. McDonald erklärte weiter:

"Herr Rubin wurde nicht wegen eines Verbrechens angeklagt. Es handelt sich ausschließlich um eine zivilrechtliche Angelegenheit."

Die Frauen behaupten, sie hätten wenig Zeit gehabt, um die Vereinbarungen zu lesen und "keine Anwälte dabeigehabt", als sie unterschrieben haben. Darüber hinaus sagen sie, dass Rubin nur noch brutaler werden würde, hätten sie (im Verlauf einer Sitzung) "geschrien oder protestiert".

Laut der New York Post sagte eine ehemalige leitende Führungskraft bei Merrill Lynch, wo Rubin von 1985 bis 1987 arbeitete, es sei nicht das erste Mal gewesen, dass der in Ungnade gefallene Finanzier seine zwielichtige Seite gezeigt hat. Er wies darauf hin, dass Rubin während seiner Zeit bei Merrill Lynch einen nicht autorisierten Handel tätigte, der zu einem weithin bekannten Verlust von 250 Millionen US-Dollar für die Firma führte und dazu beitrug, dass er gefeuert wurde. Er fügte hinzu:

"[Das Sex-Verlies] beschreibt einfach nur Howie, der wieder einmal ein mieser Mensch war. Ich wusste nie etwas von den sexuellen Abweichungen. Nachdem es herausgekommen war, riefen mich die Leute an und sagten, er sei ein Widerling, aber Howie hat keine Moral. Während er bei Merrill Lynch war, war er moralisch bankrott."

Interessanterweise hat Cyrus Vance, der Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, dessen Büro die Zivilklage beaufsichtigen wird, im Jahr 2011 einen Richter gebeten, den Status des bekannten Pädophilen Jeffrey Epstein als Sexualstraftäter herabzusetzen. Der US-Nachrichtensender CNN bemerkte damals, dass die Richterin im Fall Epstein sagte, sie habe "noch nie erlebt, dass die Staatsanwaltschaft ein solches 'Abwärtsargument' vorgebracht hat". 

Im Jahr 2015 ließ Vances Büro auch die Klage des Models Ambra Battilana Gutierrez gegen Harvey Weinstein fallen, obwohl die Polizei angeblich sagte: "Wir hatten die Beweise." Der Zivilprozess gegen Rubin soll im November in Manhattan fortgesetzt werden.

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