Nordamerika

Netflix verpflichtet US-Belegschaft zu COVID-19-Impfungen

Der US-amerikanische Filmkonzern Netflix verpflichtet Schauspieler von Filmen, Fernsehserien und TV-Programmen sowie Personen, die eng mit ihnen zusammenarbeiten, zu COVID-19-Impfungen. Dies soll der Verbreitung des neuen Delta-Stammes entgegenwirken. Ausnahmen sind möglich.
Netflix verpflichtet US-Belegschaft zu COVID-19-ImpfungenQuelle: Reuters © Lucy Nicholson

Der US-Konzern Netflix hat Schauspieler und Mitarbeiter, die an Dreharbeiten in den USA beteiligt sind, verpflichtet, sich angesichts der Ausbreitung des neuen Delta-Stammes gegen COVID-19 impfen zu lassen. Dies berichtete das Magazin The Hollywood Reporter.

Die Regeln wurden zuvor mit den Gewerkschaften der Branche vereinbart. Das Unternehmen wird  Ausnahmen aus medizinischen Gründen, aufgrund des Alters der Mitarbeiter oder ihrer religiösen Überzeugungen zulassen. Bei laufenden Dreharbeiten sind in einigen Fällen weitere Ausnahmen möglich.

Netflix ist das erste große Studio, das solche Regeln einführt. Das Unternehmen wurde im Jahr 1997 gegründet, sein Hauptsitz befindet sich in Los Gatos im US-Bundesstaat Kalifornien. Seit dem Jahr 2013 produziert Netflix eigene Filme, Serien und TV-Shows.

Google und Facebook hatten bereits zuvor mitgeteilt, dass ihre US-Mitarbeiter sich vor einer Rückkehr in die Büros gegen COVID-19 impfen lassen müssen. Google-Chef Sundar Pichai erklärte, die Regelung betreffe zunächst die USA, werde in den kommenden Monaten aber auch für andere Regionen gelten, sobald dort Impfungen weithin verfügbar seien. Bei Facebook erklärte Personalchefin Lori Goler, die Umsetzung der Impfpflicht für Mitarbeiter in den US-Büros werde von "örtlichen Bedingungen und Vorschriften" abhängen.

Experten der US-Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC) hatten US-Amerikanern, die gegen COVID-19 bereits geimpft sind, in einigen Fällen wieder das Tragen von Schutzmasken in Innenräumen empfohlen. CDC-Leiterin Rochelle Walensky erklärte, dass diese Maßnahmen wegen der raschen Verbreitung des Delta-Stammes eingeführt worden seien.

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurden in den USA mehr als 34,6 Millionen Fälle von COVID-19 festgestellt, mehr als 611.000 Menschen sind testpositiv gestorben. Bei beiden Indikatoren belegt das Land weltweit den ersten Platz.

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