Nordamerika

Biden in Rede am Unabhängigkeitstag: "Impfen ist das Patriotischste, was Sie tun können"

US-Präsident Joe Biden forderte in seiner Rede am 4. Juli die US-Bürger auf, sich impfen zu lassen. Er betonte, dies sei das Patriotischste, was man tun könne, denn es sei der einzige Weg, um die Delta-Variante zu bekämpfen.
Biden in Rede am Unabhängigkeitstag: "Impfen ist das Patriotischste, was Sie tun können"Quelle: Reuters © EVELYN HOCKSTEIN

Am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag der USA, hat US-Präsident Joe Biden die Bevölkerung im Land erneut aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Er betonte, wie wichtig dies für alle US-Amerikaner sei:

"Meine amerikanischen Mitbürger, dies ist das Patriotischste, was Sie tun können. Wenn Sie nicht geimpft sind, tun Sie es bitte jetzt. Für sich selbst, für Ihre Familie, für Ihre Gemeinde und für Ihr Land."

Biden lobte die US-Regierung dafür, dass sie die Wirtschaft wieder auf Kurs gebracht habe. Die Wirtschaft des Landes befände sich nach dem großen Lockdown, bei dem die Bewegungsfreiheit der Bürger stark eingeschränkt gewesen sei, auf einem schnellen Weg der Besserung. Biden unterstrich:

"Wir sehen eine Rekordzahl an neuen Arbeitsplätzen und ein Rekordwirtschaftswachstum. Das beste seit vier Jahrzehnten und, ich möchte hinzufügen, das beste der Welt."

Er zog Parallelen zwischen dem Jahr 1776 als 13 US-Kolonien ihre Unabhängigkeit von Großbritannien erklärten und dem Kampf gegen COVID-19. Obwohl die USA die Krankheit noch immer nicht besiegt hätten, seien sie "näher denn je an der Erklärung der Unabhängigkeit von dem tödlichen Virus", so der US-Präsident.

Überdies merkte Joe Biden an, dass eine Impfung die einzige Möglichkeit sei, die Delta-Variante des Virus zu bekämpfen, die als mehrfach infektiöser als frühere Varianten gilt, um "den hart erkämpften Fortschritt zu schützen, den wir erzielt haben".

Während sich Bidens Rede hauptsächlich auf die Rolle der Impfung bei der Rückkehr zur Normalität konzentrierte, appellierte der Präsident an seine politischen Gegner. Um "das Virus zu besiegen und die Nation vor Teilung und Verzweiflung zu retten", seien gemeinsame Anstrengungen erforderlich. Biden wörtlich:

"Wenn wir uns nicht als Republikaner oder Demokraten, sondern als Amerikaner sehen, dann sind dem, was wir erreichen können, einfach keine Grenzen gesetzt."

Eine am Sonntag veröffentlichte Umfrage von Washington Post-ABC News ergab, dass nur 45 Prozentder Republikaner mindestens eine COVID-19-Impfdosis verabreicht bekamen. Bei den Demokraten sind es 86 Prozent. Insgesamt 29 Prozent der US-Bürger sagen, dass sie sich wahrscheinlich nicht werden impfen lassen, darunter 47 Prozent Republikaner und sechs Prozent Demokraten. Bidens Impfkampagne, die das für den Unabhängigkeitstag gesetzte Ziel einer Impfrate von 70 Prozent verfehlte, wird nicht nur durch den Widerstand der Konservativen behindert. Die gleiche Umfrage ergab, dass sich etwa 35 Prozent der politisch Unabhängigen wahrscheinlich ebenfalls nicht werden impfen lassen.  

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