Nordamerika

Ex-US-Geheimdienstchef warnt: UFOs zeigen Technologie, gegen die sich die USA nicht wehren können

Nach der Veröffentlichung des lang erwarteten UFO-Berichtes der US-Regierung in der vergangenen Woche hat der ehemalige Chef des US-Geheimdienstes John Ratcliffe nun gewarnt, dass einige der Objekte ein technisches Niveau aufweisen, gegen das sich die USA nicht verteidigen können.
Ex-US-Geheimdienstchef warnt: UFOs zeigen Technologie, gegen die sich die USA nicht wehren könnenQuelle: Gettyimages.ru © Aaron Foster

Der ehemalige US-Direktor der nationalen Nachrichtendienste (Director of National Intelligence) John Ratcliffe erklärte, dass unidentifizierte Luftphänomene (UAP), auch bekannt als UFOs, Technologie zu nutzen scheinen, die die Vereinigten Staaten nicht besitzen und gegen die sie sich nicht verteidigen können.

Ratcliffe äußerte sich in einem Interview des US-Nachrichtensenders Fox News am 26. Juni. Einen Tag zuvor würde ein lang erwarteter Bericht der US-Regierung über UAP (UFOs) veröffentlicht. Darin fanden sich "keine eindeutigen Hinweise darauf", dass es eine "nicht-terrestrische Erklärung" für die Luftphänomene gibt. Doch die Möglichkeit eines außerirdischen Ursprungs ließ Ratcliffe offen und sagte:

"Ich bin eigentlich froh, dass es einen Bericht gibt. Die Quintessenz ist, dass unidentifizierte Luftphänomene – in sehr vielen Fällen sind wir in der Lage, sie aus Gründen wie visuellen Störungen oder Wetterphänomenen oder ausländischen Gegnern und deren Technologien oder sogar unseren eigenen experimentellen Technologien mit bestimmten Flugzeugen und Fahrzeugen zu erklären. Was dieser Bericht wirklich unterstreicht, ist, dass es eine Reihe von Fällen gibt – und die genaue Anzahl bleibt geheim – aber eine Reihe von Fällen, in denen wir all das ausgeschlossen haben. Und es gibt Technologien, die wir nicht haben und gegen die wir ehrlich gesagt nicht in der Lage sind, uns zu verteidigen – basierend auf den Dingen, die wir gesehen haben, mit anderen Worten, Mehrfachsensoren, wo nicht nur Menschen es optisch wahrnehmen, sondern wo es von Radar erfasst wird, wo es von Satelliten gesehen wird. Es ist eine Frage der nationalen Sicherheit. Es ist nicht gut zu sagen: 'Mensch, wir haben keine guten Antworten', und so müssen wir eine größere Diskussion führen, um herauszufinden, worum es genau geht."

Der Bericht wurde am Freitagnachmittag vom US-Amt des Direktors der Nationalen Sicherheit (ODNI) veröffentlicht. Der gesamte nicht geheim gehaltene Bericht ist lediglich neun Seiten lang, inklusive zwei Seiten Anhang mit Begriffserklärungen. Darin heißt es:

"UAP stellen eine Gefahr für die Flugsicherheit dar und könnten eine breitere Gefahr darstellen, wenn einige Fälle eine ausgeklügelte Sammlung gegen die militärischen Aktivitäten der USA durch eine ausländische Regierung darstellen oder einen Durchbruch in der Luft- und Raumfahrttechnologie durch einen potenziellen Gegner demonstrieren."

Im Bericht wurden 144 Meldungen genannt, von denen 80 "die Beobachtung mit mehreren Sensoren betrafen". Während einige UAP "auf Sensoranomalien zurückzuführen sein könnten", stellen die meisten "wahrscheinlich physische Objekte dar", da sie "über mehrere Sensoren registriert wurden, einschließlich Radar, Infrarot, elektrooptisch, Waffensuchgeräte sowie visuelle Beobachtung".

Von den 144 Meldungen gab es 21 – die sich auf 18 Vorfälle bezogen –, die "ungewöhnliche UAP-Bewegungsmuster oder Flugcharakteristika" beschrieben. Beobachtet wurden z. B. Bewegungen gegen den Wind, plötzliche Manöver oder Bewegung mit "beträchtlicher Geschwindigkeit, ohne erkennbare Antriebsmittel".

US-Senator Marco Rubio, ein Republikaner aus Florida, hatte den Vorsitz des Geheimdienstausschusses des US-Senats inne, als dieser den ODNI-Bericht über UFOs anforderte. Er sagte am Freitag, dass "das Verteidigungsministerium und die Geheimdienstgemeinschaft noch eine Menge Arbeit vor sich haben, bevor wir tatsächlich verstehen können, ob diese Bedrohungen aus der Luft ein ernsthaftes nationales Sicherheitsrisiko darstellen."

Das Pentagon gründete im vergangenen August die Unidentifizierte Luftphänomene Arbeitsgruppe (Unidentified Aerial Phenomena Task Force), um Beobachtungen von Flugobjekten unbekannter Herkunft zu untersuchen. Die Arbeitsgruppe zielte darauf ab, solche Ereignisse "zu erkennen, zu analysieren und zu katalogisieren" sowie einen "Einblick zu gewinnen" in die "Art und Herkunft" von UFOs, sagte das Pentagon.

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