Nordamerika

Pentagon entwickelt implantierbaren Chip und Dialysefilter gegen Coronavirus

Wissenschaftler des US-Militärs haben einen implantierbaren Mikrochip entwickelt, der das SARS-CoV-2-Virus aufspüren kann, wie ein Armeearzt im US-Fernsehen mitteilte. Außerdem soll ein Filter entwickelt worden sein, der das Blut von SARS-CoV-2-Viren bereinigen könne.
Pentagon entwickelt implantierbaren Chip und Dialysefilter gegen CoronavirusQuelle: Reuters © Brendan McDermid

Wissenschaftler der dem US-Verteidigungsministerium unterstehenden Militärforschungsbehörde DARPA ("Defence Advanced Research Agency") haben einen implantierbaren Mikrochip entwickelt, der das SARS-CoV-2-Virus im Körper aufspüren kann, wie der pensionierte Armeearzt für Infektionskrankheiten Matt Hepburn in einem Interview mit dem Fernsehsender CBS mitteilte. Der Chip sei in ein gewebeartiges Gel eingebettet und werde unter die Haut implantiert. Dort filtere er kontinuierlich das Blut des Trägers und gebe ein Signal, wenn der Virus aufgespürt werde. Hepburn erklärt das so:

"Man steckt den Sensor unter die Haut, und er sagt einem, wenn im Körper chemische Reaktionen ablaufen. Und dieses Signal bedeutet, dass man morgen Symptome haben wird."

Im Prinzip sei dies wie bei einer Motorwarnleuchte. Bei Matrosen der US-Marine werde die Technologie bereits eingesetzt. Wenn diese ein entsprechendes Signal von ihrem Chip erhielten, würden sie eine Blutabnahme bei sich durchführen und sich vor Ort selbst testen. Im vergangenen Jahr seien auf dem Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt mehr als 1.200 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies habe den Anstoß für die Entwicklung gegeben. Es handele sich ansonsten jedoch nicht um einen "Regierungschip, der Ihre Bewegungen verfolgt", wie Hepburn beteuerte.

Darüber hinaus habe die DARPA einen Filter entwickelt, der das SARS-CoV-2-Virus gänzlich aus dem Blut entfernen könne. Dabei handele es sich um eine Art Aufsatz für eine Dialysemaschine. Hepburn berichtet in diesem Zusammenhang von "Patientin 16" – die an COVID-19 erkrankte Ehefrau eines Militärangehörigen. Sie habe bereits unter Organversagen und einem septischen Schock gelitten. Man habe sie nach Einwilligung der Angehörigen in eine COVID-Studie des US-Verteidigungsministeriums aufgenommen, wobei auch eine Behandlung mit dem Filter bei ihr durchgeführt wurde. Ein Arzt, der für die Patientin zuständig ist, wurde auf nau.ch so zitiert:

"Sie muss keine blutverdünnenden Medikamente mehr nehmen. Und ihr septischer Schock ist weg. Auch ihre Entzündungswerte haben sich gebessert."

Innerhalb nur weniger Tage soll sie sich sogar vollständig erholt haben, wie Der Standard berichtet. Die Behandlungsmethode sei inzwischen von der US-Arzneimittelbehörde für den Notfalleinsatz zugelassen worden, wie die Zeitung weiter schreibt. Ob und wann die Technologie aber auch bei breiten Bevölkerungsschichten zum Einsatz kommt, lässt sich derzeit noch nicht einschätzen.

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