Nordamerika

US Strategic Command sorgt mit vermeintlich kryptischem Tweet für Panik

Das US Strategic Command versetzte Twitter-Nutzer mit einem angeblich kryptischen Tweet in Panik. Einige befürchteten, es handele sich um Codes für Nuklearwaffen. Kurz darauf forderte die Militärabteilung dazu auf, den bereits gelöschten Beitrag einfach zu ignorieren.
US Strategic Command sorgt mit vermeintlich kryptischem Tweet für PanikQuelle: www.globallookpress.com © U.S. Space Force/Keystone Press Agency

Ein Tweet des US Strategic Command hat unter Twitter-Nutzern für eine heftige Reaktion gesorgt. Es gab Spekulationen darüber, was mit dem vermeintlichen Code gemeint sein könnte. Einige vermuteten sogar, dass dies ein Abschusscode für Atomwaffen sei.

Die 13-stellige Nachricht wurde am Sonntagabend vom US Strategic Command (STRATCOM) veröffentlicht. Innerhalb von 30 Minuten bis zum Entfernen des Posts wurden Tausende von Retweets aufgezeichnet. Der Beitrag löste eine Welle von Spekulationen darüber aus, ob etwas relativ Harmloses wie ein kompromittiertes Twitter-Passwort oder etwas weitaus Ernsthafteres wie ein Teil eines Startcodes für Atomwaffen in der Nachricht enthalten war.

Einige Nutzer merkten an, dass STRATCOM das nukleare Arsenal der USA überwacht. Andere begannen sogar, sich auf eine bevorstehende nukleare Apokalypse vorzubereiten. Die Technologie-Bloggerin und App-Forscherin Jane Manchun Wong twitterte:

"Zeit, sich von allen zu verabschieden. Ich werde meine Freunde und Familie vermissen."

Das US Strategic Command entschuldigte sich umgehend für den Tweet und bat die alarmierte Öffentlichkeit, den Beitrag zu ignorieren. Dies konnte jedoch wenig dazu beitragen, die in Panik versetzten Menschen zu beruhigen. Unterdessen fragte ein User:

"Werden sie das erklären oder endet die Welt in 1 Stunde?"

Während die Mutmaßungen unter den Twitter-Nutzern weitergingen, twitterten die kanadischen Streitkräfte einen Beitrag zur Unterstützung von STRATCOM:

"Diese Dinge passieren. Dies könnte euch eines Tages auch passieren. Es ist okay, Leute."

Dies führte jedoch zu weiteren Spekulationen darüber, dass der Inhalt der kryptischen Nachricht tatsächlich einer Geheimhaltung unterlag. Eine Person schrieb:

"Unsere Nuklearcodes, wir haben hart gearbeitet, um diese geheim zu halten, und ... sie haben es nun getwittert."

Andere Nutzer vertraten die Meinung, das Militär sei ohne Twitter besser dran oder dass die USA atomwaffenfrei werden sollten, um Zwischenfälle zu vermeiden. Kelsey D. Atherton, Autor mehrerer Bücher über Militärtechnologie, äußerte sich wie folgt:

"Zusammenfassend sollte buchstäblich niemandem das Recht auf den Start von Nuklearwaffen anvertraut werden und wir wären alle besser dran, wenn jeder einzelne Sprengkopf zerlegt wird."

Überdies meldete sich der Nuklearexperte Vipin Narang. Er schlug vor, "das Twitter-Konto von STRATCOM zu schließen, weil Abschreckung am besten funktioniert, wenn es still ist".

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