Nordamerika

Washington erhebt Zölle auf Aluminiumimporte aus 18 Ländern

Das US-Handelsministerium hat Zölle auf gewöhnliche legierte Aluminiumbleche aus 18 Ländern eingeführt. Die Zölle sind das Ergebnis einer Anti-Dumping- und Anti-Subventionsuntersuchung, die noch unter der Trump-Regierung eingeleitet wurde.
Washington erhebt Zölle auf Aluminiumimporte aus 18 LändernQuelle: Reuters © Denis Balibouse

Wenige Stunden nachdem der US-Senat die Gouverneurin von Rhode Island, Gina Raimondo, als neue US-Handelsministerin bestätigt hatte, wurde die Erhebung von Zöllen auf Aluminiumblech-Importe aus 18 Staaten angekündigt. Diese werden üblicherweise für Gebäudefassaden, Lkw-Anhänger und Straßenschilder verwendet.

Deutschland hatte Berichten zufolge den höchsten Antidumping-Satz, der von 49,4 Prozent bis 242,8 Prozent reichte. Mit einem Wert von 287 Millionen US-Dollar (knapp 238 Millionen Euro) im Jahr 2019 war es der größte Exporteur von Aluminiumblechen in die USA.

Bahrain, das Aluminiumbleche im Wert von 241,2 Millionen US-Dollar in die Vereinigten Staaten exportierte, erhielt einen Antidumping-Zollsatz von 4,83 Prozent und einen Antisubventionssatz von bis zu 6,44 Prozent.

Das Land profitierte Berichten zufolge von einer Preisgestaltung unter den Produktionskosten oder dem lokalen Markt von 83 Prozent, während Importe aus Indien im Wert von 123 Millionen US-Dollar im Jahr 2019 von Subventionen von 35 bis 89 Prozent profitierten.

Die Liste der Länder, denen Aluminiumzölle drohen, umfasst Brasilien, Kroatien, Ägypten, Griechenland, Indonesien, Oman, Rumänien, Serbien, Slowenien, Südafrika, Südkorea, Spanien, Taiwan und die Türkei.

Es wird erwartet, dass die endgültige Entscheidung von der United States International Trade Commission (USITC) bis zum 15. April genehmigt wird.

Die neuesten Zölle kommen zu den zehnprozentigen Zöllen hinzu, die die USA unter der Trump-Regierung auf die meisten Aluminiumimporte als Teil eines nationalen Sicherheitsgesetzes erhoben haben.

Mehr zum Thema - EU zu Amtsantritt von Joe Biden: Chance für Wiederbelebung transatlantischer Beziehungen