Nordamerika

Facebook entschädigt Nutzer mit 650 Millionen Dollar wegen Verwendung von Gesichtserkennungssoftware

Facebook hat eine Sammelklage von rund 1,6 Millionen Einwohnern des US-Bundesstaats Illinois beigelegt. Der IT-Riese wird den Klägern je 345 US-Dollar als Entschädigung für den Einsatz einer Gesichtserkennungssoftware zahlen. Insgesamt geht es um 650 Millionen Dollar.
Facebook entschädigt Nutzer mit 650 Millionen Dollar wegen Verwendung von GesichtserkennungssoftwareQuelle: Reuters © Johanna Geron

Das soziale Netzwerk Facebook hat am Freitag in den USA eine Sammelklage beigelegt. Wegen Verletzung der Privatsphäre wird der IT-Riese den betroffenen Nutzern insgesamt 650 Millionen Dollar (mehr als 538 Millionen Euro) zahlen. Davon sind 97,5 Millionen US-Dollar (knapp 81 Millionen Euro) das Honorar der Anwälte. Die gut 1,6 Millionen Einwohner des US-Bundesstaates Illinois, die sich an der Sammelklage beteiligt haben, können mit jeweils 345 Dollar (knapp 286 Euro) rechnen.

Im Jahr 2015 hatten die rund 1,6 Millionen Nutzer Facebook beschuldigt, ohne ihre vorherige Zustimmung ein Gesichtserkennungsprogramm für hochgeladene Fotos angewandt zu haben. Ursprünglich war das soziale Netzwerk bereit, die Kläger mit insgesamt 550 Millionen Dollar (knapp 456 Millionen Euro) zu entschädigen. Ein US-Bezirksgericht in San Francisco befand diese Summe jedoch für unzureichend.

Am Freitag billigte der Richter James Donato die endgültige Vereinbarung. Ihm zufolge sei Facebooks Millionenzahlung die bisher größte zur Beilegung eines Rechtsstreits über die Verletzung der Privatsphäre in den USA. Dies sei ein großer Erfolg "im heiß umkämpften Bereich der digitalen Privatsphäre". Facebook freute sich über die Vereinbarung und gab bekannt, dass die Einigung im besten Interesse "unserer Gemeinschaft und unserer Aktionäre" sei.

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