Nordamerika

Nach 9/11-Muster: Pelosi ruft Sonderkommission zur Untersuchung der Kapitol-Stürmung ins Leben

Nach dem gewaltsamen Sturm auf das US-Kapitol Anfang Januar soll nun eine unabhängige Kommission dessen Hintergründe und Folgen und das Handeln aller beteiligten Sicherheitskräfte unter die Lupe nehmen. Dies kündigte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi an.
Nach 9/11-Muster: Pelosi ruft Sonderkommission zur Untersuchung der Kapitol-Stürmung ins LebenQuelle: AFP © Alex Edelman

In einem Brief an die Kongressabgeordneten schrieb Pelosi, dass die Untersuchungskommission sich an jene anlehnen soll, die vom Kongress nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ("9/11") eingesetzt worden war, berichtete die Zeitung The Guardian am Dienstag.

Der Vorstoß der Demokratin kam zwei Tage nach dem Scheitern des Amtsenthebungsverfahrens gegen Ex-Präsident Donald Trump im Senat. Die Kommission soll Pelosi zufolge auch Trumps Bemühungen untersuchen, den friedlichen Machtwechsel zu verhindern. Die Demokraten werfen dem Republikaner vor, seine Anhänger bei einer Kundgebung am 6. Januar zum Sturm auf den Kongresssitz ermuntert zu haben.

Bei dem Angriff auf das Kapitol kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist, mehrere Dutzend wurden verletzt. Zwei weitere Polizeibeamte nahmen sich in den darauffolgenden Tagen selbst das Leben. Abgeordnete, Senatoren und auch der damalige Vizepräsident Mike Pence wurden teils nur Minuten vor der Erstürmung von Sitzungssälen durch den wütenden Mob in Sicherheit gebracht. Der Kongress war an dem Tag zusammengetreten, um das Ergebnis der von Trump verlorenen Präsidentenwahl zu beglaubigen. 

Knapp sechs Wochen nach dem Angriff wird der Kapitolskomplex weiterhin von mehr als 5.000 Soldaten der Nationalgarde bewacht und von einem knapp 2,5 Meter hohen Zaun mit Stacheldraht abgeriegelt. Der Einsatz der Truppen wird voraussichtlich bis Mitte März andauern.

Im Zusammenhang mit den tödlichen Krawallen wurden insgesamt mehr als 200 Strafverfahren auf Bundesebene eröffnet, eine umfassende Untersuchung ist im Gange.

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(rt/dpa)

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