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"Ich werde Dich zerstören" - Weißes Haus suspendiert Vizesprecher nach Drohungen gegen Journalistin

Das Weiße Haus hat einen Vizesprecher für eine Woche suspendiert, weil er eine Journalistin bedroht habe. Die Sprecherin des US-Präsidenten Jen Psaki bezeichnete das Verhalten von T. J. Ducklo als "völlig inakzeptabel". Trotzdem warf die Suspendierung Fragen auf.
"Ich werde Dich zerstören" - Weißes Haus suspendiert Vizesprecher nach Drohungen gegen JournalistinQuelle: Reuters © CARLOS BARRIA

Nachdem er eine Journalistin bedroht haben soll, ist der Vizesprecher des Weißen Hauses T. J. Ducklo für eine Woche ohne Gehaltsfortzahlung suspendiert worden. Dies teilte die Sprecherin des US-Präsidenten Jen Psaki am Freitag auf Twitter mit. Sie teilte gleichzeitig mit, dass sich ihr Assistent bei der betroffenen Reporterin entschuldigt habe. Das hitzige Gespräch habe sich um das persönliche Leben Ducklos gedreht.

Auf dem Pressebriefing am Freitag bezeichnete Psaki das Verhalten ihres Kollegen als "völlig inakzeptabel". Er wisse das. Als Joe Bidens Pressesprecherin dann an die Ankündigung des neuen US-Präsidenten erinnert wurde, jeden zu feuern, der respektlos gegenüber der Presse sei, sagte sie:

"Wir haben befunden, dass es eine ernsthafte Strafe ist."

Die Vertreterin des Weißen Hauses habe die Entscheidung in Absprache mit Bidens Stabschef Ron Klain getroffen, mit dem Präsidenten habe sie nicht darüber gesprochen.

Einige Stunden zuvor hatte das Magazin Vanity Fairberichtet, Ducklo habe die Reporterin der Website Politico Tara Palmeri aufgefordert, einen Artikel über sein Liebesverhältnis mit der Journalistin des Nachrichtenportals Axios Alexi McCammond nicht zu veröffentlichen. Diese hatte für ihr Medium unter anderem über Bidens Wahlkampagne berichtet. Demnach habe sich Palmeri am 20. Januar, dem Tag der Vereidigung des neuen US-Präsidenten, mit McCammond in Kontakt gesetzt und die Axios-Reporterin um einen Kommentar gebeten. Ducklo habe dann Palmeri angerufen und ihr damit gedroht, ihre Reputation zu vernichten. "Ich werde dich zerstören", soll er gesagt haben. 

Zwar hatte sich Politico noch am 21. Januar bei dem Weißen Haus, darunter bei Jen Psaki, über die Drohungen gegen die Journalistin beschwert. Es wurden aber keine Maßnahmen getroffen, bevor Vanity Fair über den Fall berichtete.

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