Nordamerika

Chemikalienleck in Fabrik: Mehrere Tote und Verletzte in Atlanta

Mindestens sechs Menschen sind durch ein Flüssigstickstoffleck in einer Geflügelanlage im US-Bundesstaat Georgia gestorben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Auch Feuerwehrleute wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Die Untersuchungen möglicher Ursachen dauern an.
Chemikalienleck in Fabrik: Mehrere Tote und Verletzte in AtlantaQuelle: www.globallookpress.com © Carline Jean/ZUMAPRESS/ Global Look Press

Aufgrund eines Flüssigstickstofflecks in einer Geflügelmast im US-Bundesstaat Georgia wurden mindestens sechs Menschen getötet und mehr als 100 von Sanitätern behandelt, so lokale Beamte am Donnerstag. Der Vorfall ereignete sich in der Prime Pak Foods Anlage in Gainesville, Hall County, um etwa 10 Uhr Ortszeit Donnerstag. Ein Sprecher des Northeast Georgia Health System sagte, dass mehrere Personen notfallmäßig behandelt werden, mindestens zehn Personen wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Fünf Menschen starben Berichten zufolge noch am Tatort, während ein sechster seinen Verletzungen erlag, nachdem er ins Krankenhaus gebracht worden war. Drei der ins Krankenhaus eingelieferten Verletzten seien in kritischem Zustand, wie ABC News berichtet.

Ein Augenzeuge der Folgen des Vorfalls beschrieb der Nachrichtenseite CBS46, wie Menschen schreiend und auf der Suche nach Kollegen flohen.

Unter den Menschen, die ins Krankenhaus eingeliefert wurden, befinden sich auch vier Feuerwehrleute, drei Personen sind in einem kritischen Zustand, sagten Gesundheitsbeamte.

Mindestens 130 Menschen wurden in einer nahe gelegenen Kirche behandelt, und Schüler einer Grundschule wurden angewiesen, drinnen Schutz zu suchen. Ihre Eltern sollten die Kinder abholen. Die Polizei bat die Menschen, das Gebiet zu meiden, lokale Straßensperren wurden errichtet.

Die Feuerwehr sucht weiter nach den Ursachen. Geflügelbetriebe sind auf Kühlsysteme angewiesen, die flüssigen Stickstoff enthalten können. Der betroffene Ort Gainesville ist das Zentrum der Geflügelindustrie des Bundesstaates Georgia mit Tausenden von Mitarbeitern.

Eine Lokalreporterin meldete, dass sie gebeten wurden, die Kirche zu verlassen, in die 130 Mitarbeiter nach dem Leck zur Überwachung geschickt worden waren. Viele seien besorgt, dass sie Ärger bekommen, wenn sie über den Vorfall sprechen.

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