Nordamerika

Joe Biden will zuerst eine "Corona-Taskforce" ins Leben rufen

Kurz nachdem mehrere US-Medien den Kandidaten der Demokraten, Joe Biden, zum Sieger der Präsidentschaftswahlen erklärt hatten, gab dieser sein nächstes Vorhaben bekannt – und signalisierte damit die Prioritäten für die kommenden Wochen.
Joe Biden will zuerst eine "Corona-Taskforce" ins Leben rufenQuelle: AFP © Timothy A. Clary

Nachdem die entscheidenden Stimmen im US-Bundesstaat Pennsylvania nachgezählt worden waren und sich trotzdem ein Vorsprung von Joe Biden gegenüber dem Amtsinhaber Donald Trump abgezeichnet hatte, wurde der Herausforderer der Demokraten zum Sieger der Präsidentschaftswahlen erklärt. 

Eines der ersten Dinge, die ein "President-elect" – wie der frisch gewählte Präsident in den USA während der Übergangsphase bis zur Amtseinführung genannt wird – üblicherweise macht, ist die Zusammenstellung seines neuen Teams für den Einzug in das Weiße Haus. Biden will hingegen bereits am Montag zuerst eine zwölfköpfige "Taskforce" vorstellen, die sich um die Eindämmung des Coronavirus in den USA kümmern soll. Das gaben namentlich nicht genannte Quellen aus dem Biden-Lager gegenüber dem Nachrichtenportal Axios bekannt.

So soll die Taskforce demnach von einem dreiköpfigen Gremium angeführt werden, dem der ehemalige Leiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes und Vizeadmiral a. D. Vivek Murthy, David Kessler sowie Dr. Marcella Nunez-Smith von der Yale University vorstehen sollen.

Obwohl der amtierende Präsident Donald Trump seine Niederlage nicht eingestanden hat und weiterhin von seinem eigenen Sieg ausgeht, gehörte die Bundesregierung zu den ersten Gratulanten von Joe Biden. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) erklärte gegenüber der Bild am Sonntag sogar, dass es doch genügend Republikaner geben müsse, die Trump sagen: "Es isch wie es isch, und jetzt isch over". Irgendwann müsse der Präsident "seine Niederlage" einsehen, so Schäuble weiter.

Mehr zum Thema - Nach Bidens Wahlsieg: Deutsche Politiker hoffen auf Verbesserung der transatlantischen Beziehungen