Nordamerika

Los Angeles: Polizei untersucht mutmaßlichen Beschuss von Pro-Trump-Konvoi

Nur wenige Tage nachdem ein 17-jähriger Trump-Anhänger zwei Demonstranten in Wisconsin erschossen hat, ist es in einem Vorort von Los Angeles offenbar zu einem erneuten Zwischenfall mit einer Schusswaffe gekommen. Diesmal soll auf Trump-Anhänger gezielt worden sein.
Los Angeles: Polizei untersucht mutmaßlichen Beschuss von Pro-Trump-KonvoiQuelle: Reuters © Gene Blevins

Die Polizei in Los Angeles untersucht einen Zwischenfall während eines sogenannten "Pro-Trump-Konvois". Laut lokalen Medienberichten soll eine Frau, die an dem Konvoi teilnahm, ausgesagt haben, dass ihr Autoreifen zerschossen worden sein. Der Vorfall ereignete sich in Woodland Hills, Kalifornien, einem Vorort der Metropole Los Angeles. Der mutmaßliche Schütze soll sich noch auf freiem Fuß befinden.

Laut dem Los Angeles Police Department (LAPD) habe eine Frau, die mit ihrem Fahrzeug am Konvoi teilnahm, darüber berichtet, dass sie Schüsse gehört habe, und ihr Reifen beschädigt worden sei. Wie die lokalen Medien berichteten, soll es Aussagen über eine bewaffnete Person auf einem Balkon geben. Ein Zeuge soll ausgesagt haben, dass er einen bewaffneten Mann in einem Wohnblock in der Nähe gesehen habe. Die Polizei bestätigte gegenüber der Zeitung Los Angeles Times zudem, dass sie ein Foto erhalten habe, das einen Verdächtigen mit einem Gewehr auf dem Balkon zeigt.

Ein Sonderkommando habe die entsprechende Wohnung gestürmt, doch leer aufgefunden. Der mutmaßliche Täter soll sich auf der Flucht befinden.

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage, nachdem in Kenosha im Bundesstaat Wisconsin zwei Menschen am Rande von Protesten erschossen worden sind. Als Schütze wurde im benachbarten Bundesstaat Illinois ein 17-Jähriger festgenommen. Er war mit anderen bewaffneten Zivilisten unterwegs, die behaupteten, Eigentum vor Plünderungen schützen zu wollen.

Zumindest seine Schüsse auf zwei Personen waren von Augenzeugen gefilmt worden. Der Mann wurde wegen Mordes und versuchten Mordes angeklagt. Sein Anwalt erklärte, es sei Selbstverteidigung gewesen. Auf seinen Social-Media-Profilen bekundete der 17-Jährige Bewunderung für die Polizei und trat als Trump-Anhänger in Erscheinung.

Auch in Portland im US-Bundesstaat Oregon kam es in der Nacht zu Sonntag zu Zusammenstößen zwischen Trump-Anhängern und -Gegnern. Am Samstag fuhr ein Autocorso von Trump-Anhängern durch Portland. Laut Medienberichten waren es mehreren hundert Autos mit etwa 2.500 Trump-Unterstützern. Bei den Ausschreitungen wurde ein Mann erschossen. Er soll laut Medienberichten eine Baseballkappe der rechten Gruppe "Patriot Prayer" getragen haben.

Mehr zum Thema - Querschnittsgelähmt nach Polizeischüssen: Zwei Tote bei Ausschreitungen in US-Stadt Kenosha (Video)

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