Nordamerika

Nach Rassismus-Vorwürfen: Pepsi und Mars nehmen Logos mit Afroamerikanern aus dem Programm

Inmitten der Debatte über ethnische Ungleichheit in den USA geben zwei große US-Getränke- und Lebensmittelkonzerne ihre altbewährten Markenzeichen auf. Die beiden Logos sorgten wegen einer klischeehaften Darstellung von Afroamerikanern für Kritik.
Nach Rassismus-Vorwürfen: Pepsi und Mars nehmen Logos mit Afroamerikanern aus dem ProgrammQuelle: AFP © Justin Sullivan

Am Mittwoch teilte der US-Konzern PepsiCo seine Entscheidung mit, wegen Rassismus-Vorwürfen die Marke "Aunt Jemima" umzubenennen und das Logo auszutauschen, berichtete  Reuters. Die Produktpalette von "Aunt Jemima" umfasst vor allem Backmischungen für Frühstückspfannkuchen und Sirup. Die Ursprünge der über 130 Jahre alten Marke würden auf Rassen-Stereotypen basieren, räumte Marketingchefin Kristin Kroepfl von der Pepsi-Tochter Quaker Foods ein. Kritiker stören sich vor allem am Logo, das in ihren Augen eine schwarze Frau klischeehaft im Stil einer freundlichen Dienerin abbildet.

Die Handelsmarke wurde in den vergangenen Tagen auf sozialen Netzwerken massiv angegriffen. So ging ein TikTok-Video mit dem Titel "Wie macht man ein nicht rassistisches Frühstück" viral. Dieses zeigt eine Frau, die eine Packung der "Aunt Jemima"-Pfannkuchenmischung in das Spülbecken ausschüttet. Das Video wurde auf Twitter bereits knapp 400.000 Mal aufgerufen.  

Der Neustart mit verändertem Logo und Markennamen wird im vierten Quartal erwartet, hieß es aus dem Unternehmen.

Dem Beispiel von Pepsi folgte auch der US-Lebensmittelkonzern Mars. Das Unternehmen kündigte ebenfalls eine Neugestaltung seiner Reismarke "Uncle Ben's" an. Das Markenzeichen des Produkts zeigt den Kopf eines älteren schwarzen Mannes mit grauen Haaren. Mars erklärte, man wolle mit dieser Haltung rassistische Vorurteile und Ungerechtigkeiten überwinden, da "Rassismus keinen Platz in der Gesellschaft" habe. Als globaler Konzern habe man eine Verantwortung.

Was genau an der Marke geändert wird, ist noch unklar. Mars ziehe alle Möglichkeiten in Betracht, hieß es.

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(rt/dpa)