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EU: Uneinigkeit der Innenminister über Verlängerung der Grenzkontrollen

Eine mögliche Verlängerung der Grenzkontrollen im eigentlich kontrollfreien Schengen-Raum sorgt weiter für Uneinigkeit zwischen den EU-Staaten. "Da wird es an uns liegen, noch einige Überzeugungsarbeit zu leisten", sagte Österreichs Innenminister Herbert Kickl am Donnerstag am Rande eines Treffens der EU-Innenminister in Brüssel. Es müsse deutlich gemacht werden, "dass wir das nicht aus Jux und Tollerei machen", sondern zum Schutz der eigenen Bevölkerung.
EU: Uneinigkeit der Innenminister über Verlängerung der GrenzkontrollenQuelle: Reuters

Wegen der Flüchtlingskrise und der daraus resultierenden Sicherheitsprobleme kontrollieren Schengen-Länder wie Deutschland, Österreich und Frankreich derzeit ihre Binnengrenzen. Sie sprachen sich auch für eine Verlängerung der Kontrollen aus.

Auch die EU-Kommission hatte im Herbst angeregt, bis zu drei Jahre lang zu Kontrollen ermöglichen. Momentan beträgt die Frist sechs Monate. Bulgarien, das gegenwärtig die EU-Ratspräsidentschaft innehat, drängt jedoch darauf, die Grenzkontrollen innerhalb der EU bald aufzuheben. Bulgarien selbst ist kein Mitglied des Schengen-Raums, fordert aber die Aufnahme.

Auch der maltesische Innenminister Michael Farrugia sagte am Donnerstag, "Mauern zwischen Schengen-Staaten" sollten so selten wie möglich bestehen. (dpa)

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