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Verletzter Gelbwesten-Aktivist: "Mein Augapfel wurde genäht, aber ich werde weiter protestieren!"

Jerome Rodrigues, ein in Frankreich prominenter Aktivist der Gelbwesten-Bewegung, beschrieb am Sonntag die Ereignisse, bei denen er am Rande der Gelbwesten-Proteste in Paris eine schwere Augenverletzung erlitt.
Verletzter Gelbwesten-Aktivist: "Mein Augapfel wurde genäht, aber ich werde weiter protestieren!"

"Mein Augapfel wurde genäht; ich habe eine Wunde in meinem Auge, die zugenäht wurde. Ob ich auf diesem Auge wieder sehen kann, muss man abwarten, bis die Schwellung nachlässt, was in ein oder zwei Wochen festgestellt werden kann. Dann weiß man, ob ich auf diesem Auge wieder sehen kann oder nicht."


Er betonte, dass er beobachtete, wie ein Polizeitrupp nach vorne in Richtung Demonstranten vorstieß, und den Beamten Platz machte. Dennoch wurde er verletzt.


"Ich wurde zweimal von der Polizei angegriffen: Eine Granate, die in der Nähe meiner Füße explodierte, ohrenbetäubend und betäubend, und drei Sekunden später wurde ich von einem LBD-40 [Gummigeschoss] getroffen, das ins Auge traf", sagte Rodrigues während einer Pressekonferenz in der französischen Hauptstadt.

Rodrigues, eine der Galionsfiguren der Gelbwesten in Frankreich, wurde ins Krankenhaus Cochin in Paris gebracht, wo er wegen einer offenen Wunde an seinem Augapfel behandelt wurde. Es ist unbekannt, ob er auf diesem Auge  jemals wieder sehen können wird.

Beamte haben erklärt, sie glauben, dass die Verletzung durch einen Splitter der Granate verursacht wurde, die bei der Detonation kleine Gummibälle in jede Richtung schießt, und nicht durch ein Gummigeschoss, das direkt auf ihn gefeuert wurde.


Rodrigues erklärte, sobald sein Gesundheitszustand es wieder zulässt, wolle er weiter protestieren:

"Für uns ist es vorbei, wir wurden geopfert. Aber für meine Tochter, für unsere Kinder will ich nichts mehr davon. So einfach ist das. Irgendwann müssen wir der Humanität ihren Platz zurückgeben. Wir sind einfache Menschen, wir wollen nur arbeiten und uns um unsere Familie kümmern. [...] Sie können mir einen Arm oder ein Bein abschneiden, ich werde nicht aufgeben, und ich werde wieder an den Protesten teilnehmen, sobald es mein Zustand erlaubt. Der Kampf wird lang und hart sein, aber wir werden bis zum Ende unserer Überzeugungen für eine bessere Welt, für ein besseres Frankreich und vor allem für eine menschlichere Welt gehen."

Er hat Strafanzeige gegen den verdächtigen Polizisten sowie den französischen Innenminister Christophe Castaner und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron gestellt.

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