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Protest in Köthen: „Ihr werdet brennen!“ Radikale Rednerin erntet Applaus und Widerspruch

Am Sonntag kam es nach dem Tod eines 22-Jährigen zu Protesten. Zwei Afghanen sollen zuvor auf den jungen Mann eingetreten haben, wie eine mutmaßliche Zeugin es beschrieb. Der schwer herzkranke junge Mann starb im Anschluss an akutem Herzversagen, nicht auf Grund der Verletzungen, wie die Polizei aus dem Obduktionsbericht zitiert. Hunderte Menschen sind dennoch oder gerade deshalb wütend und zogen – schockiert und betroffen über die Tat – zum Trauermarsch auf die Straßen.
Protest in Köthen: „Ihr werdet brennen!“ Radikale Rednerin erntet Applaus und Widerspruch

Bis zu 2.500 Menschen waren es am Sonntag. Auch Rechte und Rechtsradikale befanden sich darunter, versuchten den Tod für ihre politischen Zwecke zu instrumentalisieren. Die große Mehrheit aber waren einfache Bürger, etwa 80 Prozent, wie die Polizei mitteilte.

Auch gestern kam es zum Protest, allerdings mit nicht so vielen Teilnehmern. Am Holzmarkt versammelten sich Dutzende Menschen zur „patriotischen Kundgebung“. Es gab verschiedene Reden von Protestlern, doch eine Rednerin namens Jenny zieht nun mit einer Aussage die Aufmerksamkeit auf sich.


Zunächst beginnt sie ihre Rede damit, dass andere Protestteilnehmer ihr erklärten, sie hätten Angst, ihren Job zu verlieren, wenn sie auf der Veranstaltung gefilmt würden. Sie nimmt das als Argument dafür, dass es in Deutschland offensichtlich keine Meinungsfreiheit mehr gäbe. Sie möchte für ihre drei Kinder ein sicheres Leben, in dem es ihnen gut geht - ein Leben ohne „Übergriffe, Vergewaltigungen und ohne Mord!“

Zu dem Todeshergang des 22-Jährigen sagt sie: "Sagt mal wollt ihr uns verarschen, oder was? Selbst, wenn er an Herzversagen gestorben ist, das will ich gar nicht dementieren... aber warum denn? Wenn man auf jemanden mit einem Herzfehler eintritt, was soll der denn sonst machen, natürlich stirbt der! Das ist für mich keine gefährliche Körperverletzung. Das ist Stuss! Das ist Mord.“

Für diese Ansage erntet sie Jubel und Applaus. Dann folgt eine Ansage, die für Aufsehen sorgen wird. Sie erklärt, dass Linke und Journalisten brennen werden.

"Die da hinten [zeigt auf linke Protestler und Pressevertreter] werden als Erstes brennen. Brennen! Und ihr habt mich richtig verstanden."

Auch dafür erntet sie Applaus und Jubel. Bei der "besorgten, dreifachen Mutter" handelt es sich um Jenniffer R., die keine Unbekannte in der rechten Szene ist. Sie ist Aktivistin des „Nationalen Kollektiv Anhalt“.

Ihre Worte kamen aber offenbar nicht bei allen Demonstranten gut an. Ein Redner erklärt später:

„Lasst euch nicht von Jenny anstecken, macht euch nicht zum Täter!“

Jenny sah sich nun offenbar im Zugzwang, denn auf dem Facebook-Profil vom „Patriotischen Köthen“ erklärt sie in einem Live ihre Worte. Es sei alles nur eine Metapher gewesen.

„Ich möchte darauf hinweisen, vor allen Dingen die Linken und die Presse, die sich darauf ja so geschmissen hat mit was auch immer ich mit brennen gesagt habe. Ich möchte das gar nicht revidieren. Ich stehe da absolut zu, was ich gesagt habe. Ist euch der Begriff Metapher so bekannt?“

Hier können Sie sich die die besagte und andere Reden in ganzer Länge anhören:

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