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"Putin verdient Respekt" – Deutscher Vizeadmiral räumt nach dieser Rede seinen Posten

Ungewohnt pragmatisch hat der Inspekteur der deutschen Marine Vizeadmiral Kay-Achim Schönbach die Absichten Russlands und die Perspektiven der westlichen Zusammenarbeit mit Moskau bewertet. Seine Äußerungen haben ihm mittlerweile den Posten gekostet.

Vizeadmiral Kay-Achim Schönbach, Inspekteur der deutschen Marine, weilte  zu einem Dienstbesuch in Indien. Teil des Programms war neben einem Treffen mit seinem indischen Amtskollegen ein Gespräch mit Vertretern eines bekannten geopolitisch ausgerichteten indischen Thinktanks.

Es war ein tiefgründiges Gespräch, bei dem die indischen Sicherheitsexperten ihre Sorgen ob der propagandistischen und militärischen Eskalation gegen Russland äußerten. Nicht nur sie zeigten sich verblüfft über die Aussagen des deutschen Vizeadmirals:

"Ist Russland wirklich daran interessiert, diesen kleinen Streifen ukrainischen Bodens zu haben, ihn sogar dem Land einzuverleiben? Nein, das ist Blödsinn. Ich denke, Putin übt wahrscheinlich Druck auf uns aus, weil er das tun kann.
Er weiß, dass wir gespalten sind. Er spaltet die Europäische Union. Aber was er wirklich will, ist Respekt. Er will eine Beziehung auf Augenhöhe, er will Respekt. Und mein Gott, etwas Respekt zu geben, kostet nicht viel, sogar gar nichts.
Also, wenn ich gefragt würde, – ich werde nicht gefragt – würde ich sagen, es ist leicht, ihm den Respekt zu erweisen, den er verlangt – und wahrscheinlich auch verdient."


Auch zu der Frage der Perspektiven der zwischen 1954 und 2014 administrativ zur Ukraine gehörenden Halbinsel Krim äußerte sich der Marineoffizier:

"Die Halbinsel Krim ist weg und wird nie mehr zurückkommen. Das ist ein Fakt."

Schon in der Nacht zum Sonnabend setzte in den Sozialen Medien ein Shitstorm gegen Schönbach ein. Als Reaktion auf Schönbachs Äußerungen über die Ukraine und die Krim berief das ukrainische Außenministerium die deutsche Botschafterin Anka Feldhusen ein.

Vizeadmiral Schönbach wurde zum Rapport beim Generalinspekteur der Bundeswehr beordert, wie die Bild-Zeitung berichtete und ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums erklärte der dpa:

"Die Äußerungen entsprechen in Inhalt und Wortwahl in keiner Weise der Position des Bundesverteidigungsministeriums."

Schönbach selbst teilte am Abend über die Pressestelle der Marine mit:

"Ich habe soeben die Frau Bundesministerin der Verteidigung gebeten, mich von meinen Aufgaben und Pflichten als Inspekteur der Marine mit sofortiger Wirkung zu entbinden."

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