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Island: Spektakuläre Drohnenaufnahmen des Vulkanausbruchs

Unweit der isländischen Hauptstadt Reykjavík haben rot glühende Lavaströme den Nachthimmel erhellt: Auf der seismisch gefährdeten Insel brach in der Nacht zum Sonntag der Vulkan Fagradalsfjall aus. In dieser Region Islands gab es seit 781 Jahren keine Eruptionen mehr.

Dem Meteorologischen Dienst zufolge riss die Oberfläche des "Schöntalberges", wie sich der Name des Vulkans wohl in Deutsche übersetzen ließe, auf einer Länge von 500 Metern auf und kleine Lavafontänen spritzten in die Höhe. Ein Hubschrauber der Küstenwache wurde losgeschickt, um Ausmaß und Folgen des Vulkanausbruchs aus der Luft besser einschätzen zu können.

Der Zivil- und Katastrophenschutz warnte davor, sich dem Vulkan zu nähern und die anrückenden Einsatzkräfte zu behindern. Außerdem wurde den Anwohnern dazu geraten, Wohnhäuser im Einzugsgebiet der vulkanischen Gasschwaden nicht zu verlassen und Fenster geschlossen zu halten. Das rote Leuchten über der Silhouette des Vulkans war am Nachthimmel kilometerweit zu sehen.

Der Ausbruch des rund 30 Kilometer von Reykjavík entfernten Vulkans brachte bislang keine nennenswerten Behinderungen im Flugverkehr mit sich. Der staatliche Flughafenbetreiber Isavia verzichtete auf ein generelles Flugverbot und ordnete nur eine Drohnen-Sperrzone im Umkreis von fünf Kilometern um den Vulkan an. Der wichtigste Flughafen Keflavík wies zwar auf erhöhte Aschewerte in der Luft hin. Die Entscheidung über etwaige Flugabsagen überließ er aber den Airlines.

Zuletzt hatte es Anfang März eine ungewöhnliche Erdbebenserie mit Stößen der Stärke 5 im Südwesten Islands gegeben, weshalb die Eruption des Fagradalsfjall nicht ganz überraschend kam. Allein am Donnerstag wurden dort mehrere hundert kleinere Beben verzeichnet, die aber zunächst folgenlos blieben. In dieser Region des Inselstaates gab es seit 781 Jahren keine Eruptionen.

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