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Seehofer: Keine Hinweise auf Beteiligung des marokkanischen Geheimdienstes am Berliner Attentat

Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Berlin teilte Bundesinnenminister Horst Seehofer die Ergebnisse der Untersuchung über die Beteiligung von Bilel Ben Ammar am Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember 2016 mit.
Seehofer: Keine Hinweise auf Beteiligung des marokkanischen Geheimdienstes am Berliner AttentatQuelle: Sputnik

"Weder das Bundesamt für Verfassungsschutz noch der Bundesnachrichtendienst oder das Bundeskriminalamt hatten Kenntnis davon, dass Ben Ammar für oder mit einem marokkanischen Geheimdienst gearbeitet hat", sagte Seehofer.

Nur Tage zuvor behaupteten Medienberichte, dass die deutschen Behörden den angeblichen marokkanischen Geheimagenten und Komplizen des Terroranschlags auf dem Breitscheidplatz abgeschoben hätten.

Weiter sagte Seehofer: "Während der gesamten Untersuchung des Anschlags auf dem Breitscheidplatz konnte kein Beweis dafür erbracht werden, dass Ben Ammar in das Verbrechen von Anis Amri verwickelt war."

Zudem hätten zwei Vernehmungen Ben Ammars keine Ansatzpunkte dafür ergeben, "dass er zur weiteren Aufklärung des Anschlags hätte beitragen können oder wollen", sagte Seehofer.

Ben Ammar wurde laut Seehofer am 24. Dezember 2016 als Gefährder eingestuft. Drei Tage später wurde das Ermittlungsverfahren gegen Amri wegen des Verdachts auf Mord und versuchten Mord auf Ben Ammar ausgeweitet. Am 3. Januar 2017 wurde Ben Ammar unter dem Verdacht festgenommen, Sozialleistungen erschlichen zu haben.

Seehofer räumte ein, dass er den Aufenthaltsort Ben Ammars nicht kenne. Er habe aber dem Untersuchungsausschuss in seinem am Donnerstag übermittelten Bericht zu Ben Ammar mitgeteilt, dass sein Ministerium die Suche nach dem Mann unterstützen werde.

Insgesamt zwölf Menschen wurden getötet und über 60 verletzt, als Anis Amri am 19. Dezember 2016 einen Lastwagen kaperte und ihn in den belebten Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz steuerte. Amri wurde später bei einer Polizeirazzia in Italien erschossen.

Mehr dazuAbschiebung des Amri-Vertrauten: Ben Ammar war wohl auch bei Attentat in Nizza anwesend

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