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"Zivile Opfer unglücklich und unbeabsichtigt" – Militärsprecher über Luftangriffe auf Gaza

Die zivilen Todesopfer der israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen seien unbeabsichtigt, sagte der israelische Militärsprecher Oberstleutnant Jonathan Conricus am Dienstag. Der militärische Einsatz habe zu "unglücklichen unbeabsichtigten zivilen Opfern" geführt.

Conricus sagte in einer vom Außenministerium organisierten Videokonferenz, das Militär Israels habe sich darauf konzentriert, mutmaßliche Stellungen der Hamas-Militanten ins Visier zu nehmen. Dazu gehöre auch das Tunnelnetzwerk, das von den Militanten genutzt werde, um sich zu verstecken, sich von einem Ort zum anderen zu bewegen und die Raketenwerfer mit Raketen zu versorgen. Die Tunnel verlaufen unter zivilen Wohnvierteln, und die israelischen Streitkräfte versuchen "nicht die Häuser, sondern die Straße zu treffen".

Ein Luftangriff am Wochenende, der nach israelischen Angaben auf einen Tunnel abzielte, brachte mehrere Gebäude zum Einsturz und tötete 42 Menschen – der bisher tödlichste Einzelangriff in diesem Konflikt. Conricus sagte, die Armee überprüfe den Vorfall und passe den Einsatz der Waffen an, damit sich solche Vorfälle nicht wiederholen. Aber das Anvisieren von Tunneln werde fortgesetzt, betonte er, und in den kommenden Tagen auf Gebiete ausgedehnt, in denen diese Aktion bisher nicht durchgeführt wurde. Seit dem Ausbruch des jüngsten Konflikts wurden bei Luftangriffen auf den Gazastreifen mindestens 213 Palästinenser getötet, darunter 61 Kinder, wie das Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte. Mehr als 1.440 Menschen wurden verletzt. Das Ministerium schlüsselt die Zahlen nicht nach Kämpfern und Zivilisten auf, sondern im Gesamten. Auf der Seite Israels gab es zwölf Todesopfer, darunter ein fünfjähriger Junge.

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