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Brüssel: NATO "zutiefst besorgt" über Russlands destabilisierende Aktionen

Am Dienstag hielt der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg zusammen mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Eduard Heger eine Pressekonferenz in Brüssel ab. Der NATO-Generalsekretär meinte, die NATO sei "zutiefst besorgt" über Russlands destabilisierende Aktionen im gesamten euro-atlantischen Raum.

"Wir stehen in voller Solidarität mit der Tschechischen Republik nach der tödlichen Explosion in einem Munitionsdepot. Dies ist Teil eines Musters aggressiver russischer Handlungen, die sehr ernste Bedenken hervorrufen", sagte Stoltenberg.

Der tschechische Ministerpräsident Andrei Babiš hatte am 17. April bekannt gegeben, dass Untersuchungen darauf hindeuten, dass der russische Geheimdienst in die tödlichen Explosionen in zwei Munitionsdepots in Vrbětice im Jahr 2014 verwickelt war. Daraufhin verwies seine Regierung 18 russische Diplomaten unter Spionagevorwurf des Landes. Russland hat die Vorwürfe als "absurd" zurückgewiesen und mit der Ausweisung von 20 tschechischer Diplomaten gekontert, woraufhin Prag eine weitere Vergeltungsmaßnahme ankündigte.

"Russland verletzt auch weiterhin die Souveränität der Ukraine und versucht, den Zugang zu Häfen am Schwarzen Meer und der Straße von Kertsch zu beschränken. Die NATO steht in Solidarität mit der Ukraine", erklärte der NATO-Generalsekretär zudem.

Die jüngste Verlegung Zehntausender russischer Truppen in die Nähe der Grenze zur Ukraine hatte in den letzten Wochen Besorgnis ausgelöst. Kiew kritisierte Moskau für die Verlegung russischer Truppen an die ostukrainische Grenze. Der Kreml entgegnete, dass die Verlegung russischer Truppen auf russischem Territorium andere Staaten nicht kümmern sollte, da dies keine Bedrohung für sie darstelle. Russland verwies zudem darauf, dass die USA und die NATO-Truppenteile an die Grenze des europäischen Teils Russlands verlagern. Letzten Donnerstag begannen die russischen Streitkräfte nach Abschluss der Übungen, die vom russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu als zielführend bezeichnet wurden, in ihre Heimatstützpunkte zurückzukehren.