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"Frieden, Freiheit, keine Diktatur" – Protest gegen Corona-Maßnahmen am Brandenburger Tor

Dutzende von Gegnern der Corona-Maßnahmen demonstrierten am Samstag neben dem Brandenburger Tor in Berlin gegen die Einschränkungen, die aufgrund der Corona-Krise in Kraft sind. Die Demonstranten, zu denen auch ein Mann mit einem Hut aus Blechfolie gehörte, lauschten den Reden, während sie Schilder und Transparente hielten, die die Maßnahmen verurteilten.

Deutschland wird derzeit mit einer dritten Welle der Neu-Infektionen konfrontiert, wobei ein Teil-Lockdown bis mindestens 18. April in Kraft bleiben soll, wobei in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich strenge Maßnahmen gelten. Berlin, wo die Sieben-Tage-Rate der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Samstag bei 138 lag und damit die sogenannte Notbremsschwelle von 100 überschritten wurde, will nach den Osterferien schärfere Einschränkungen einführen.

Ab dem 6. April dürfen sich nur noch die Mitglieder eines Haushalts plus eine weitere Person tagsüber treffen, wobei Besuche in anderen Haushalten zwischen 21:00 Uhr und 05:00 Uhr des Folgetags komplett verboten sind. Die Bundesregierung hat die Beschränkungen als notwendig gerechtfertigt, um zu verhindern, dass Krankenhäuser angesichts eines Anstiegs von Infektionen überfordert werden, die durch neue infektiösere Varianten des Coronavirus verursacht werden.

Bundeskanzlerin Merkel warnte im März, dass Deutschland aufgrund der Dominanz der sogenannten britischen Variante "im Grunde in einer neuen Pandemie" stecke. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden am Samstag in Deutschland in den letzten 24 Stunden über 18.000 neue Fälle sowie 124 Todesfälle registriert, wobei das RKI anmerkte, dass die Meldung der Daten durch die Urlaubszeit beeinträchtigt sein könnte.