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Kiew: Ukrainische Nationalisten setzen Präsidentensitz in Brand

Hunderte radikale Nationalisten randalierten am Samstagabend in Kiew vor dem Sitz des ukrainischen Präsidenten. Sie forderten erneut die Freilassung des Rechtsradikalen Sergei Sternenko sowie den Rücktritt Selenskijs vom Amt des Präsidenten der Ukraine.

Sergei Sternenko war Leiter der faschistischen Organisation "Rechter Sektor" in Odessa. Im Februar wurde er des Menschenraubes für schuldig befunden und zu sieben Jahren und drei Monaten Haft sowie der Beschlagnahmung der Hälfte seines Vermögens verurteilt. Mit dem "Rechten Sektor" hatte Sternenko im Jahr 2015 den Abgeordneten Sergei Scherbitsch in Odessa entführt, gefoltert und 300.000 Grwina (etwa 11.000 Dollar) Lösegeld gefordert.

Am Abend des 20. März, seinem 26. Geburtstag, randalierten seine Anhänger vor dem Sitz des Präsidenten. Sie verschossen Feuerwerkskörper, warfen Brandsätze und Rauchbomben. Einige von ihnen versuchten, in das Gebäude einzudringen. Fensterscheiben wurden zertrümmert und die Wände mit Parolen beschmiert. Berichten zufolge waren Soldaten im Inneren des Gebäudes postiert. Es liegen bislang keine Angaben zu den Verhafteten oder Verletzten vor.

Bereits am Tag der Urteilsverkündung vor einem Monat hatten sich Tausende Nationalisten der "Bewegung gegen die Kapitulation" vor dem Sitz des Präsidenten versammelt und angekündigt, bis zu Sternenkos Freilassung dort zu protestieren. Auch der Sturz des Präsidenten wurde angedroht.

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