Kurzclips

"Deutsche Gründlichkeit und Flexibilität": Merkel über nächste Phase der Impfkampagne

Nach dem gestrigen Impfgipfel erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf der folgenden Pressekonferenz, dass man auch den russischen Impfstoff Sputnik V nutzen wolle, sobald er von der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA zugelassen wird.

Merkel erklärte weiterhin, dass sie eine Bestellung der EU vorziehen würde. Wenn es zu einer solchen Bestellung vonseiten der EU nicht komme, könne Deutschland den russischen Impfstoff aber auch im Alleingang bestellen. Bisher gibt es laut Merkel jedoch keine Anzeichen, dass sich die EU gegen eine Bestellung von Sputnik V entscheide.

Zuvor wurde am Freitag aus vertraulichen Quellen bekannt, dass Vertreter des in Deutschland für Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts auf einer Sitzung im dafür zuständigen Ausschuss des Deutschen Bundestags angekündigt hatten, sie seien bereit, Russland bei der Einreichung der Dokumente für die Europäische Arzneimittel-Agentur zu unterstützen.

Der vom Gamaleja-Forschungsinstitut für Epidemiologie und Mikrobiologie entwickelte Impfstoff Sputnik V ist der erste offiziell registrierte COVID-19-Impfstoff der Welt. Seit seiner Registrierung am 11. August 2020 wurde er in 53 Ländern im Rahmen des Zulassungsverfahrens für den Notfalleinsatz erworben und registriert.