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Schweiz: Reaktionen der Einwohner zu Verhüllungsverbot

Die Schweizer Wählerinnen und Wähler haben am Sonntag in Bern in einer Volksabstimmung knapp dem Vorschlag zugestimmt, Gesichtsvollverschleierungen, zu verbieten. Muslimische Gruppen in der Schweiz äußerten sich bestürzt über das Ergebnis.

Die Schweizer Wählerinnen und Wähler haben am Sonntag in Bern in einer Volksabstimmung knapp dem Vorschlag zugestimmt, Gesichtsvollverschleierungen, einschließlich Niqabs und Burkas sowie Skimasken und Bandannas, die von Demonstranten verwendet werden, zu verbieten. Das Tragen von Vollverschleierungen im Gesicht wird in allen öffentlichen Räumen, einschließlich öffentlicher Straßen, öffentlicher Verkehrsmittel, Restaurants und Geschäfte verboten. Zu den vorgesehenen Ausnahmen gehören Orte der Verehrung oder gesundheitsbezogene Themen, wie z. B. Gesichtsmasken, die jetzt aufgrund des Coronavirus getragen werden.

Der Vorschlag erhielt eine knappe Mehrheit: 51,2 Prozent der Wähler stimmten bei einer Wahlbeteiligung von 50,8 Prozent für die Maßnahme in der Schweiz. Muslimische Gruppen in der Schweiz äußerten sich bestürzt über das Ergebnis. Einige kündigten an, rechtliche Schritte einzuleiten.