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Lawrow über Nawalny-Fall: "Wenn Sie uns beschuldigen, dann zeigen Sie doch Belege dafür"

Russlands Außenminister Sergei Lawrow hat einmal mehr auf die Vorwürfe westlicher Staaten reagiert, laut denen der russische Oppositionelle Alexei Nawalny auf Anweisung der höchsten Staatsebene mit dem militärischen Nervengift Nowitschok vergiftet wurde.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seiner schwedischen Amtskollegin Ann Linde wies er die Anschuldigungen erneut zurück und betonte, dass Russland für diese Behauptungen bis heute keinerlei Informationen und Belege vorgelegt worden seien. Lawrow erklärte: 

"Wenn Sie jemanden beschuldigen, dann belegen Sie Ihre Vorwürfe."

Solange diese Belege aus fragwürdigen Gründen der "Vertraulichkeit" oder weil es Nawalny nicht will, nicht vorgelegt werden, habe Russland "allen Grund zu der Annahme, dass das Ganze inszeniert wurde".

Die schwedische Außenministerin Linde, die auch amtierende OSZE-Vorsitzende ist, appellierte wiederum an die Menschenrechte in Russland und erklärte, dass sie "besorgt über die sich verschlechternde Situation für Menschenrechte und Demokratie in Russland" sei. Linde forderte Russland auf, Nawalny aus dem Gefängnis zu entlassen, und betonte, dass dies eine gemeinsame Haltung der EU sei.

Nawalny war 2014 wegen Betrugs und Geldwäsche zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Weil er während seines mehrmonatigen Aufenthaltes in Deutschland seinen Bewährungsauflagen nicht nachgekommen war, sich zweimal im Monat zu melden, wurde die Bewährung aufgehoben und in eine Gefängnisstrafe umgewandelt.

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